Der humanoide Roboter Sophia gilt weltweit als einer dem Menschen am ähnlichsten Roboter - neben Sophia: Arabesque-CEO Sylvia Stocker. Bild: zVg/Arabesque

Roboter erobern den Service-Bereich

28. Oktober 2021 12:06

Zürich - In Zukunft werden Menschen im Alltag immer stärker von Service-Robotern unterstützt. Die Potenziale dieser Kollaboration erörterte Gründerin und CEO der Zürcher Firma Arabesque Sylvia Stocker in einer digitalen Veranstaltung der Zürcher Handelskammer.

Der Wirtschaftsraum Zürich gilt als „Silicon Valley der Robotik“ – ein Aspekt, der gerade auch im Zuge der Corona-Pandemie weiter Aufschwung erhält. Die aktuelle Ausführung der digitalen Veranstaltungsreihe „Zürcher Wirtschaft sichtbar machen“ der Zürcher Handelskammer (ZHK) setzte den Fokus auf diesen Trend. „Eine Vielzahl von Unternehmen der Region bietet in diesem Bereich Dienstleistungen an“, sagte Stephan Laug, Leiter Kommunikation & Events bei der ZHK zur Begrüssung. Als Expertin stellte in der Folge Sylvia Stocker die Potenziale von Robotern vor, die mit Menschen zusammenarbeiten. Als Gründerin und CEO des Unternehmens Arabesque begleitet sie Kunden beim Einsatz von Service-Robotern. Arabesque hat bereits erfolgreich Projekte mit Unternehmen wie Axa, Roche oder auch Electrolux durchgeführt.

Arabesque fokussiert sich auf Service-Roboter, die in den Bereichen Gesundheit, Einzelhandel, Gastgewerbe und im Büro-Umfeld Prozesse optimieren beziehungsweise Dienstleistungen erbringen. Ein Beispiel ist der Einsatz des sozialen Roboters Pepper im Seniorenzentrum Falkenhof in Aarburg AG. Derlei Projekte seien wichtig, um Potenziale zu entdecken, sagte Stocker. Dabei gehe es darum, sowohl Kunden oder Mitarbeitenden Erlebnisse zu verschaffen, als auch Kosten und Aufwände zu reduzieren. Service-Roboter könnten Gespräche führen, Menschen unterhalten, sie trainieren, Informationen bereitstellen oder auch Waren ausliefern. Für Letzteres steht etwa der Lieferroboter-Prototyp Beluga, der bereits Einkäufe des Warenhauses Jelmoli in Zürich ausgeliefert hat.

Der Einsatz von Robotern generell werde durch die rasche Dynamik in der Robotik-Szene vereinfacht, so Sylvia Stocker: „Es tut sich viel, permanent werden neue Lösungen präsentiert.“ Basis dafür sei einerseits, dass der Robotik-Teil-Einkauf günstiger geworden sei. Andererseits beschleunigten auch Open-Source-Plattformen Innovationen.

Die digitale Veranstaltungsreihe „Zürcher Wirtschaft sichtbar machen“ wurde von der Zürcher Handelskammer (ZHK) lanciert. Unternehmerinnen und Unternehmer erhalten dabei die Möglichkeit, während einer Dreiviertelstunde ihre Firma vorzustellen. Die Nachrichtenagentur Café Europe ist Medienpartnerin der Reihe. Café Europe gibt auch die Nachrichtenplattform punkt4 heraus, auf der die digitale Stimme der Wirtschaft basiert. yvh

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