Schweiz glänzt bei Start-up-Investitionen

27. April 2021 11:15

Zürich - Europäische Start-ups haben 2020 so viel Geld eingenommen wie nie zuvor. Die Schweiz belegt in der Rangliste den vierten Platz, wie ein Bericht von EY zeigt. Die meisten Finanzierungsrunden wurden dabei in Zürich abgeschlossen. Basel erreichte landesweit das höchste Finanzierungsvolumen.

Europäische Jungunternehmen haben 2020 so viel Risikokapital eingenommen wie nie zuvor. Insgesamt wurden 6700 Finanzierungsrunden abgeschlossen, was gegenüber 2019 einem Plus von 58 Prozent entspricht. Das Finanzierungsvolumen ist um 17 Prozent angestiegen und erreichte 39 Milliarden Franken. Die Zahlen gehen aus dem aktuellen Start-up Barometer des Beratungsunternehmens EY hervor.

Die Schweiz belegt sowohl bei der Anzahl der Finanzierungsrunden als auch bei deren Höhe den vierten Platz in Europa. Insgesamt wurden 540 Finanzierungsrunden abgeschlossen, was einem Plus von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Innerhalb der Schweiz wurden die meisten Finanzierungsrunden in Zürich abgeschlossen. Insgesamt waren es 168 Runden nach 114 Runden im Vorjahr. Währenddessen erreichten Jungfirmen in Basel mit 517,8 Millionen Franken das landesweit höchste Finanzierungsvolumen. Im Vorjahr lag diese Summe in Basel bei 263,2 Millionen Franken.

Die drei grössten Schweizer Finanzierungsrunden sind von Life Sciences-Firmen abgeschlossen worden. Das meiste Geld haben Monte Rosa Therapeutics aus Basel (96 Millionen Franken) sowie VectivBio aus Basel und Sophia Genetics aus Lausanne (umgerechnet je 93,2 Millionen Franken) eingenommen. Die Plätze vier bis zehn belegen Kandou Bus (Lausanne, 85,9 Millionen), Pharvaris (Zug, 74,4 Millionen), SkyCell (Zürich, 62 Millionen), Screening Eagle Technologies (Zürich, 55 Millionen), Noema Pharma (Basel, 54 Millionen), Bitcoin Suisse (Zug, 45 Millionen) und Polkadot (Zug, 40 Millionen).

Den ersten Platz in Europa belegt Grossbritannien, gefolgt von Deutschland und Frankreich. Dies gilt sowohl für die  Anzahl der Vereinbarungen als auch für die Investitionsvolumen.

Sascha Stahl von EY Schweiz rechnet auch 2021 mit einem starken Start-up-Finanzierungsjahr. „Zahlreiche Jungunternehmen haben überzeugende Storys zu erzählen, bei denen es oft um gesellschaftliche Megatrends geht – beispielsweise die Digitalisierung, der Klima- und Umweltschutz oder die Gesundheit“, erklärt er. In diesen Bereichen könne auch die Schweiz wieder punkten. ssp

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