Ausgaben der Wirtschaft für Forschung steigen

19. Dezember 2022 14:34

Neuenburg - Die Wirtschaft hat 2021 knapp 17 Milliarden Franken in Forschung investiert. Gegenüber 2019 sind die Ausgaben damit jährlich durchschnittlich um 4 Prozent gestiegen. Den höchsten Anteil verbucht die Pharmaindustrie. Dies geht aus Erhebungen des Bundesamts für Statistik hervor.

Privatunternehmen in der Schweiz haben 2021 insgesamt 16,8 Milliarden Franken in Forschung und Entwicklung investiert, informiert das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Im Vergleich zur letzten Erhebung 2019 entspricht dies einem jährlichen durchschnittlichen Wachstum um 4 Prozent. Für die aktuellen Erhebungen hat das BFS mit dem Wirtschaftsverband economiesuisse zusammengearbeitet. „Angesichts der aussergewöhnlichen Konjunkturlage 2020 und 2021 im Kontext der Covid-19-Pandemie“ bezeichnen die Analysten des BFS den Anstieg der Forschungsausgaben als „besonders markant“. 

Mit einem Anteil von 6,2 Milliarden Franken oder 37 Prozent der gesamten Forschungsausgaben belegt die Pharmaindustrie den Spitzenplatz in der Schweizer Forschungslandschaft. Der Wirtschaftszweig Forschung und Entwicklung folgt mit 2,2 Milliarden Franken oder 13 Prozent der Gesamtinvestitionen an zweiter Stelle. Der Wirtschaftszweig Maschinen belegt mit 1,5 Milliarden Franken den dritten Platz. 

In der Mitteilung streichen die Analysten des BFS zudem die Investitionen für Forschung in der Biotechnologie heraus. Sie sind seit 2012 kontinuierlich auf 5,9 Milliarden Franken im Berichtsjahr angestiegen. Im Vergleich zur Erhebung 2019 entspricht dies einem jährlichen Wachstum um 10 Prozent. Bei den Einkäufen von Forschungsleistungen aus dem Ausland haben die Analysten des BFS dagegen einen Rückgang beobachtet. Hier fielen die Investitionen 2021 mit 6,3 Milliarden Franken leicht geringer als 2019 (6,4 Milliarden Franken) aus. hs 

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