Walter Stahel plädiert für ein Wirtschaften in Kreisläufen

18. Mai 2020 15:23

Nidau BE - Walter Stahel wird am Symposium von NextGenerations am 4. Juni eines der Keynote-Referate halten. Der Pionier des Wirtschaftens in Kreisläufen weist auf die Verantwortung der Konsumenten hin. Jeder einzelne habe es in der Hand, den Ressourcenverbrauch zu senken.

Walter Stahel gehört zu den Pionieren des Wirtschaftens in Kreisläufen. Der Architekt und Raumplaner hat seit den 70er Jahren über die Lebensdauer von Produkten und deren Optimierung geforscht und gearbeitet. 1982 war er einer der Gründer-Direktoren des Institutes für Produktdauer-Forschung in Genf. Am 4. Juni ist Stahel einer der beiden Keynote-Referenten am digitalen Symposium des Vereins NextGenerations zum Thema Wirtschaften in Kreisläufen.

Dieses Wirtschaften beginne an dem Punkt, an dem die Konsumentin oder der Konsument das Produkt kauft. „Du und ich, wir alle sind als Besitzer-Nutzer eines ‚Dings‘ für Nutzung und Begräbnis dieses ‚Dings‘ verantwortlich“, sagt Stahel. „Je länger Du ‚Dinge‘ nutzt, desto niedriger ist Dein Abfallberg, desto tiefer Dein Wasser- und Energieverbrauch und Deine CO2 Emissionen.“ Wer seine Jeans flicken lasse und weiter trage, spart 11'000 Liter Wasser ein, die es für die Produktion einer neuen Jeans brauche.

„Es gibt ein nachhaltiges Leben nach der Konsumgesellschaft“, sagt Stahel. Und wenn die Konsumenten Nachhaltigkeit einforderten, dann werde sich auch die Wirtschaft anpassen.

Das Symposium von NextGenerations findet am Donnerstag, dem 4. Juni, im Dispo.space in Nidau statt und wird online übertragen. Walter Stahel spricht laut dem Programm um 13.45 Uhr.

Die Anmeldung zum Symposium ist online auf der Seite von NextGenerations möglich. stk

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