Bio-Bauern legen zu

11. Mai 2020 14:20

Neuenburg - Die Zahl der Bauernbetriebe ist 2019 weiter gesunken. Auch die landwirtschaftliche Produktionsfläche ist weiter geschrumpft. Dagegen produzieren immer mehr Bauern auf immer mehr Fläche biologisch. Graubünden bleibt dabei weiter Vorreiter.

Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz 50‘038 Bauernbetriebe registriert, 814 weniger als im Vorjahr. Sie haben insgesamt 1‘043‘729 Hektaren bewirtschaftet, 1247 Hektaren weniger als 2018, schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Der Rückgang geht allein auf Kosten herkömmlich produzierender Betriebe. 

Die Zahl der Biobauernbetriebe hat dagegen um 252 auf 7284 zugenommen. Gemeinsam bewirtschaften sie 170‘007 Hektaren, 8986 Hektaren mehr als 2018. Sömmerungsweiden sind darin nicht eingerechnet. 

Graubünden bleibt der einzige Kanton, in dem die Biobetriebe in der Mehrheit sind: 1305 Biobetriebe bewirtschaften 36‘889 Hektaren, während 945 konventionell produzierende Betriebe 19‘288 Hektaren bewirtschaften. Den grössten Zuwachs weisen Bern und die Waadt mit 39 und 37 mehr Biobetrieben auf, die biologisch genutzte Fläche nahm in beiden Kantonen um 1227 und 1835 Hektaren zu.

Im Durchschnitt werden 16 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche schweizweit durch Biobetriebe bewirtschaftet. Bei Hülsenfrüchten macht die biologische Produktion bereits 29 Prozent der Anbauflächen aus, bei Gemüse 21 Prozent. Der biologische Weinbau dagegen ist mit 10 Prozent der Weinbaufläche unterdurchschnittlich ausgeprägt.

Die Verlagerung zur Bioproduktion zeigt sich auch in der Fleischproduktion: Die Zahl der Mutterkühe stieg laut dem BFS 2019 um 2,2 Prozent, während die Zahl der Milchkühe um 1,7 Prozent sank. stk

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