Realität lässt sich zurückspulen

21. Juni 2022 10:09

Zürich - Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich haben ein System entwickelt, mit dem eine Person ihre individuelle Realität aufzeichnen und später interaktiv wieder abspielen kann. So kann sie etwa in einem Zukunftsbüro alles ausserhalb einer Aufgabe ausblenden und zu einem späteren Zeitpunkt dreidimensional erleben.

Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben ein System entwickelt, das sie Asynchrone Realität nennen. Damit lässt sich laut einem Bericht der ETH-Forschenden Realität zurückspulen. Ein Team des Labors für intelligente interaktive Systeme hat dafür ein Büro mit Tiefenkameras ausgerüstet, die Objekte und Menschen dreidimensional erfassen können. Ein Computersystem zeichnet alle Ereignisse laufend auf. Dass dieses Computersystem Kausalitäten erkennen und deuten kann, sei „eine Kerninnovation dieser Arbeit“, wird Christian Holz, Assistenzprofessor für intelligente interaktive Systeme, zitiert.

Die Nutzerin oder der Nutzer trägt eine VR (Virtuelle Realität)-Brille und Kopfhörer. Bei Bedarf kann diese Person alles ausserhalb einer gerade zu erledigenden Aufgabe ausblenden. Sie „kann diese Situation danach im selben Raum abspielen und direkt mit Gegenständen interagieren, um so das Aufgezeichnete selbst zu erfahren“, so Holz. „Für sie fühlt sich die Aufzeichnung daher sehr reell an.“

Dieses Ausklinken aus der Realität, das auch in einem Video erklärt wird, sei jedoch nur ein mögliches Anwendungsszenario. Das System ermögliche Nutzenden auch, Realitäten zu erleben, bei denen sie gar nicht anwesend waren. So könnten etwa Teams, die in Schichten an einem Prototypen arbeiten, bis in jedes Detail mitvollziehen, wie dieser während ihrer Abwesenheit weiterentwickelt wurde. Das Besondere an dem System sei, dass die Nutzenden ihren Blick nachträglich auf einen bestimmten Gegenstand richten und seinen Einfluss auf das Geschehen ermitteln können. mm

Limmatstadt 21.06.2022

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