Studierende unterstützen Apotheken

20. März 2020 09:44

Zürich - Um Risikogruppen zu schützen, haben angehende Apothekerinnen und Apotheker ein Solidaritätsnetzwerk gegründet. Auf einer neuen Plattform im Internet bieten sie ihre Unterstützung bei der Auslieferung von Medikamenten an. Schon am ersten Tag haben sich 190 Freiwillige gemeldet.

Der Verband der Pharmazie-Studierenden hat in nur wenigen Tagen eine digitale Plattform zur Unterstützung der Apotheken aufgebaut und lanciert. Darauf können hilfsbereite Studierende ihre Dienste bei der Auslieferung von Medikamenten anbieten. Kooperiert haben dabei die Verbände der Schweizerischen ApothekerInnen in Aus- und Weiterbildung (VSAAW) und der Jungapotheker (swissYPG). 

„Ich sehe, wie viel Arbeit es im Moment gibt“, wird die Pharmazie-Studentin Carole Jetzer der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) in einer Medienmitteilung zitiert. „Da will ich mithelfen, um das Apothekenpersonal zu unterstützen und Risikogruppen zu schützen.“

Derzeit liessen sich in der Schweiz rund ein Drittel mehr Kunden als üblich in einer Apotheke beraten. Zudem könne es in naher Zukunft krankheitsbedingte Ausfälle geben. Selbstverständlich stehe der Schutz der Gesundheit für alle an erster Stelle, betont Samuel Allemann, Präsident des swissYPG. Deshalb erfolgt die Auslieferung von Medikamenten per Auto, Velo oder zu Fuss, aber nicht mit dem öffentlichen Nahverkehr.

Beim Start der Plattform liege der Fokus auf der Auslieferung, heisst es in der Medienmitteilung. Weitere Einsatzmöglichkeiten könnten beim Einlagern der Medikamentenlieferungen, bei administrativer Mitarbeit und der Zusammenstellung bestellter Medikamente liegen. Schon am ersten Tag haben sich 190 Freiwillige gemeldet. „Die Studierenden tragen gerne dazu bei, die Grundversorgung aufrechtzuerhalten“, sagt Jetzer. mm

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