Studierende der FHNW haben einen neuartigen 3D-Drucker für Fusseinlagen entwickelt. Bild: zVg/FHNW

FHNW-Studenten entwickeln 3D-Drucker für Fusseinlagen

15. November 2022 12:09

Muttenz BL/Baden AG - Studierende der Hochschule für Life Sciences der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) haben einen neuartigen 3D-Drucker für Fusseinlagen entwickelt. Einlagen können damit für jeden Kunden ohne Mehraufwand auf individuelle Druckbelastung eingestellt werden. Die Badener Firma Orthopodo Malgaroli ist an dem Projekt beteiligt.

Zwei Studenten der Hochschule für Life Sciences in Muttenz haben einen 3D-Drucker für Fusseinlagen entwickelt. Damit können orthopädische Einlagen passgenau einfach in einem Fachgeschäft gedruckt werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Hochschule in Muttenz, die zur Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) gehört. Durch ein Mehrmaterial-Druckverfahren kann die Einlage an bestimmten Stellen weicher und an anderen fester gedruckt werden. Beim Orthopäden können die Messdaten erhoben, die Fusseinlagen individuell designt und passgenau gedruckt werden, heisst es in der Mitteilung. 

Die Studenten Yves Letz und Roman Santschi haben das Gerät zusammen mit dem Orthopädieunternehmen Orthopodo Malgaroli in Baden entwickelt und gebaut. Der 3D-Drucker kann mit mehreren unterschiedlich flexiblen Materialien drucken. Das sei bei der Herstellung von Fusseinlagen für Diabetespatienten sehr wichtig. Bisher war die Herstellung von Fusseinlagen mit unterschiedlichen Härtegraden nur durch aufwändige Fräsverfahren möglich.

„Die Produktion mittels Fräse ist eine staubige, laute und arbeitsintensive Angelegenheit“, wird Mario Malgaroli zitiert, der Inhaber von Orthopodo Malgaroli. Mit dem neuen 3D-Drucker könnten orthopädische Fusseinlagen nun schnell, ortsunabhängig und ressourcenschonend produziert werden.

„Jetzt, da wir sehen, dass unser Prototyp sich in der Praxis bewährt hat, sind wir auf der Suche nach Industriepartnern für die weitere Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb des 3D-Druckers“, werden Yves Letz und Roman Santschi zitiert. gba 

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