Mehrere Referenten haben am Hightech Zentrum Aargau Vorträge zum Thema Photonik gehalten. Bild: zVg/Hightech Zentrum Aargau

Hightech Zentrum Aargau informiert über Photonik

15. November 2021 15:18

Brugg AG - Eine Präsenzveranstaltung des Hightech Zentrums Aargau hat sich auf die Wachstumstechno­logie Photonik fokussiert. Dabei wurde aufgezeigt, wie das Medium Licht für zahlreiche Innovationen, neuartige Funktionen und Produkte nutzbar gemacht werden kann.

Der Jahresanlass des Schwerpunkts Werkstoff- und Nanotechnologien am Hightech Zentrum Aargau (HTZ) hat sich der Schlüsseltechnologie Photonik gewidmet. Die Vorträge wichtiger Schweizer Akteure in diesem Feld gaben gemäss einer Medienmitteilung einen Überblick über neue Anwendungen.

Laut Christian Bosshard vom Veranstaltungspartner Swissphotonics wird im Markt der Photonik-Anwendungen in den nächsten Jahren ein jährliches Umsatzwachstum von 6 bis 7 Prozent erwartet. Der weltweite Markt sei 2019 auf 650 Milliarden Euro geschätzt worden. Nach China mit einem Marktanteil von 30 Prozent rangiere Europa mit 16 Prozent an zweiter Stelle. In der Schweiz würden mittels Photonik schätzungsweise 4 Milliarden Franken pro Jahr umgesetzt.

Auch auf wissenschaftlicher Ebene würden Schweizer Akteure die Möglichkeiten der Photonik vorantreiben. So liegt etwa ein Schwerpunkt des Paul Scherrer Instituts auf der Grundlagenforschung für photonische Strukturen. Rolando Ferrini, Leiter des Bereichs Photonics beim Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM SA, referierte über das Prägen optischer Strukturen. Ferrini koordiniert das EU-Forschungsprojekt PHABULOuS. Dabei steht die komplexe Technologie der Freiform-Mikrooptik im Zentrum.

Zwei Unternehmen vermittelten Einblicke in industrielle Anwendungen. Vertreter der Materion Balzers Optics aus Balzers FL, Spezialist für dünne optische Schichten für eine Vielzahl von Anwendungen, zeigten auf, dass moderne Diagnostik wie die PCR-Analyse ohne hochentwickelte optische Komponenten nicht denkbar wäre. Vertreter der Maschinenbauer Fritz Studer in Steffisburg BE führten aus, welche Vorteile die Lasertechnologie im Vergleich zu konventionellen Bearbeitungsverfahren bietet. mm

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