Agglomerationen sind deutlich gewachsen

13. Mai 2020 12:08

Neuenburg - In der aktuellen Statistik der Schweizer Städte legen der Schweizerische Städteverband und das Bundesamt für Statistik einen besonderen Fokus auf die Agglomerationen. Ihre Zahl hat sich in den vergangenen 70 Jahren verdoppelt.

Heute leben rund drei Viertel der Schweizer Bevölkerung in den mittlerweile 49 Agglomerationen und ihren Kernstädten. Die Zahl der Metropolregionen hat sich seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts verdoppelt. Sie spielen eine gewichtige Rolle auf dem Arbeitsmarkt. Das sind einige Ergebnisse aus der „Statistik der Schweizer Städte 2020“, die der Schweizerische Städteverband (SSV) und das Bundesamt für Statistik (BFS) jetzt vorgelegt haben. 

Mithilfe detaillierter Daten zu Bevölkerung, Arbeit, Bau und Wohnungswesen, Tourismus und Mobilität zeichnet diese Statistik ein umfassenderes Bild dieser Stadtlandschaften. Die Ergebnisse des Jahrbuchs basieren laut einer Medienmitteilung auf Daten aus 171 Städten und städtischen Gemeinden.

1950 existierten in der Schweiz 24 Agglomerationen. Dort lebten 2,1 Millionen Menschen oder 45 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung. Heute zählt die Schweiz 49 Agglomerationen. Sie beherbergen 73 Prozent aller Menschen, die sich dauerhaft in der Schweiz aufhalten.

Von den 5,2 Millionen Beschäftigten im Schweizer Arbeitsmarkt sind 4,1 Millionen in den Agglomerationen zu finden. Knapp drei Viertel der Arbeitsstätten haben dort ihren Sitz. Dies spiegle die „gewichtige Rolle“ wider, die diese Metropolregionen auf dem Arbeitsmarkt spielen. Allein die Agglomeration Zürich zählt ein Sechstel der Schweizer Arbeitsstätten.

In den Agglomerationen stehen mehr als 3,2 Millionen für die rund 6,2 Einwohnerinnen und Einwohner bereit. Das sind 70,7 Prozent aller Wohnungen im Land. Die drei grössten Agglomerationen Zürich, Genf und Basel verzeichneten zwischen 2000 und 2017 die stärkste Bautätigkeit im Land. Bemerkenswert sei, dass im selben Zeitraum allein in den fünf grössten Agglomerationen in etwa gleich viele Wohnungen gebaut wurden wie im Rest der Schweiz. mm

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