Die Raiffeisenbank Lägern-Baregg plant gleich neue Gebäude in Wettingen. Bild: zVg

Raiffeisenbank plant Neubau in Wettingen

12. März 2020 13:21

Wettingen AG - Die Raiffeisenbank Lägern-Baregg möchte in Wettingen einen neuen Hauptsitz errichten. Dazu sind gleich zwei neue Gebäude geplant, die sowohl das urbane Erscheinungsbild als auch die Dorfzone berücksichtigen.

Markant steht der Hauptsitz der Raiffeisenbank Lägern-Baregg am bergseitigen Ende der vom Kloster zum historischen Wettinger Dorfkern führenden Alberich Zwyssig Strasse. Ursprünglich als Wohn- und Geschäftshaus erstellt, aber in die Jahre gekommen, eignet er sich nur noch bedingt als Bankgebäude. Deshalb soll er bis in etwa zwei Jahren einem Neubau weichen, so der Plan.

„Selbstverständlich bleiben wir in Wettingen“, sagt Iwan Suter, Leiter der Raiffeisenbank Lägern-Baregg. Seit Jahren plant die Bank an dieser Stelle einen Neubau, doch nun soll es endlich vorwärts gehen. Die Bank hat einen Wettbewerb ausgeschrieben. Aus den sieben eingereichten Projekten wurde von der Jury dasjenige der Zürcher Arbeitsgemeinschaft von Nau2 & Mint-Architecture ausgewählt. Statt wie heute ein einziges, sollen auf dem Areal künftig zwei Gebäude stehen. Damit reagiert das Projekt auf die Grenzlage zwischen Dorfzone und Landstrassenzone. Entlang der Landstrasse stehen grosse Gebäudekomplexe und verleihen ihr so ein städtisches Erscheinungsbild. Dagegen besteht das Dorf aus kleineren Gebäuden.

Die Architekten schlagen auf dem Areal zwei fünfeckige Gebäude vor. Das westliche soll fünf Etagen, das östliche vier Etagen aufweisen. „Damit nehmen wir auf die Dorfzone Rücksicht“, sagt Suter. Weil die Gebäude im Minergie P-Standard gebaut würden, erlaube die Bauordnung einen Bonus von 10 Prozent auf der Ausnützung.

Zwischen den beiden Gebäuden soll ein neuer Quartierplatz angelegt werden. Im Erdgeschoss sind gewerbliche Nutzungen, in den oberen Etagen Wohnungen vorgesehen. Die Eingänge der Bank, der weiteren Gewerbebetriebe und der Wohnungen sind zum Quartierplatz hin orientiert. Geplant sind vor allem 3,5- und 4,5-Zimmer-Wohnungen. Neben Küche, Nasszelle und Wohnzimmer bieten sie auch eine Loggia. Das Kellergeschoss überstreckt sich auf beide Gebäude und enthält unter anderem die Parkplätze.

Das Baugesuch soll in der ersten Hälfte dieses Jahres eingereicht werden. Noch bevor das bestehende Haus abgebrochen werden kann, wird die Bank in ein Provisorium ziehen. Wo dieses hinkommt, ist noch Sache von Verhandlungen. Anschliessend wird der Neubau erstellt und die Bank wird einziehen. Suter erwartet, dass dies 2022 geschehen wird. Zur Erhöhung der Energieautonomie ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen, ob diese auch in die Fassade integriert werden kann, wird geprüft.

Den Kundinnen und Kunden soll, wie in Baden und den bereits modernisierten Geschäftsstellen Birmenstorf und Ehrendingen, auch in Wettingen eine zeitgemässe Anlage geboten werden. Zur Planung in Wettingen ergänzt Suter: „Wir werden so bauen, dass wir die Entwicklungen des Internet aufnehmen können.“ pd/Dieter Minder

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