Von links: Béatrice Bachlechner, Sandor Habsburg-Lothringen, Herta Margarete Habsburg-Lothringen, Hanns Bachlechner, Hélène Vuille, René Vuille und Raphael Vuille. Bild: zVg/Limmatstadt AG

Hélène Vuille erhält die Flamme des Friedens

07. September 2020 15:06

Bergdietikon AG - Hélène Vuille ist für ihren Einsatz gegen Lebensmittelverschwendung mit der Flamme des Friedens ausgezeichnet worden. Die Birmensdorferin rettet Frischwaren vor der Mülltonne und gibt sie Obdachlosen weiter. Ausserdem ist sie politisch aktiv.

Hélène Vuille durfte am Freitag in der Kunstgalerie Bachlechner in Bergdietikon die Flamme des Friedens entgegennehmen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Für die Verleihung des Friedenspreises ist Herta Margarete Habsburg Lothringen, Präsidentin des Vereins zur Förderung des Friedens, gemeinsam mit Sandor Habsburg Lothringen, Vizepräsident des Vereins, von Österreich in die Schweiz gereist.

Geehrt wurde Vuille für ihr Engagement gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Dieses Engagement begann 1998, als sie zusah, wie tagesfrische Produkte in einer Gourmetessbar nach Ladenschluss in die Mülltonne geworfen wurden. Sie begann solche Produkte zunächst an Obdachlose in Zürich zu verteilen. Seither nehmen verschiedene Heime und Gemeinden, in denen Lebensmittel durch Freiwillige an Bedürftige verteilt werden, an ihrem Projekt teil.

Gleichzeitig kämpft Vuille auch auf politischer Ebene. Im März ist etwa eine Motion im Parlament durchgekommen, für die sie seit mehr als 20 Jahren gekämpft hat. Diese will im Lebensmittelgesetz festhalten, dass Lebensmittel, die bisher nach Ladenschluss im Abfallkübel landeten, an gemeinnützige Organisationen abgegeben werden dürfen. Ihr Mann René Vuille, Jurist und Haftpflichtspezialist, formulierte den Passus. Hélène Vuille schrieb mit  Nationalrätin Martina Munz (SP/SH) die Begründung. ssp

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