Sie sehen das Projekt Neumatt als sinnvoll für Spreitenbach und das Limmattal an: Cyrill Pape, Kevin Zimmerli, Marco Weber (v.l.n.r.) Bild: Limmatstadt AG

Spreitenbach entscheidet über Projekt Neumatt

07. Januar 2020 12:34

Spreitenbach AG - In der kommenden Woche wird die Gemeindeversammlung von Spreitenbach nachgeholt. Dabei werden die Weichen für das Projekt Neumatt gestellt.

Die Gemeindeversammlung findet am 14. Januar in der Umwelt Arena statt. Eigentlich hätte sie schon im November durchgeführt werden sollen, ist wegen des grossen Ansturms jedoch verschoben worden. Das grosse Interesse bezieht sich auf die Abstimmung über die Umzonung der bisherigen Einkaufszone beim Shoppi Tivoli, die zur Wohn- und Einkaufszone werden soll. Damit soll der Weg für das Projekt Neumatt freigemacht werden, bei welchem ein neues Zentrum entstehen soll. Es wäre eine weitere wesentliche Veränderung für Spreitenbach. Diese Veränderungen werden von der Bevölkerung auch durchaus kritisch gesehen, wie ein Beitrag der Limmatstadt AG zeigt.

Hier kommen Bewohner von Spreitenbach zu Wort und äussern sich zu ihrer Heimat. So sagt Marketingleiter Kevin Zimmerli: „Die Veränderungen sind kurzfristig negativ spürbar, zum Beispiel im Verkehr, wegen der Baustellen. Langfristig wird neuer Wohn- und Lebensraum entstehen, der sich auch auf das Gewerbe positiv auswirken wird.“ Er glaubt jedoch nicht, dass sich der Charakter von Spreitenbach dadurch negativ verändern werde. Die geplanten Bauprojekte „lassen den Dorfkern sowie die Erholungszonen intakt. Spreitenbach wird also auch in Zukunft urban und dörflich sein.“

Auch für Cyrill Pape, Geschäftsführer der Pape Werbe AG, überwiegen die Vorteile: „Die Bautätigkeit und auch das neue Kino verleihen dem Dorf einen positiven Schub. Ich sehe im Wachstum keine Nachteile.“ Zumal die aktuelle Weiterentwicklung nicht nur Spreitenbach betrifft, so Pape: „Im Limmattal verändert sich allgemein einiges, die Region boomt. Wichtig finde ich, dass sie zusammenhält und sich vernetzt.“

Auch der Elektroplaner Marco Weber findet, dass Spreitenbach wachsen soll. Er erwartet für die Zukunft mehr Druck aus Zürich, durch welchen immer mehr Menschen Wohnraum im Limmattal suchen. „Wenn wir gute Steuerzahlerinnen und -zahler anziehen wollen, müssen wir uns jetzt ranhalten. Für sie braucht es attraktive Angebote, sonst geben sie anderen Gemeinden den Vorzug.“ jh

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