ETH-Forscher erhalten Preis für Supercomputing

22. November 2019 13:24

Zürich - Forscher der ETH haben eine Methode entwickelt, um elektronische Nanobauteile realitätsnah zu simulieren. Dies ist für Industrie und Rechenzentrumsbetreiber besonders interessant. Für ihre Leistung erhalten die Forscher den Gordon Bell Prize für Supercomputing.

Um noch bessere Hochleistungsrechner zu entwickeln, braucht es leistungsstärkere Bauteile. Eine Herausforderung ist dabei die Überhitzung – unter anderem auch, weil der Kühlbedarf und infolgedessen der Energiebedarf enorm ansteigen. In einigen Rechenzentren macht die Kühlung schon bis zu 40 Prozent des Strombedarfs aus, wie die Eidgenösssiche Technische Hochschule Zürich (ETH) in einer Mitteilung schreibt.

Forschungsgruppen der ETH-​Professoren Torsten Hoefler und Mathieu Luisier arbeiten an einem Verbesserungsansatz für dieses Problem. Dabei haben sie eine Methode entwickelt, die realitätsnah, schnell und effizient elektronische Nanobauteile und deren Eigenschaften simuliert. Für ihre Arbeiten nutzen die Forscher zwei der leistungsstärksten Supercomputer der Welt – den Piz Daint vom Nationalen Hochleistungsrechenzentrum der Schweiz (CSCS) in Lugano sowie den Summit vom Oak Ridge National Laboratory in den USA. 

Für ihre Forschung haben die zwei Forschungsgruppen der ETH am Donnerstag den Gordon Bell Prize für Supercomputing erhalten. Dabei handelt es sich um den wichtigsten Preis im Bereich des Hochleistungsrechnens, der jährlich auf der Supercomputing-​Tagung (SC) in den USA vergeben wird. Ihre Ergebnisse seien „für die Industrie und Rechenzentrumsbetreiber ein Lichtblick“. ssp

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