Internet der Dinge verfolgt Krankenhausmüll

12. Februar 2020 13:16

Lugano - Klinische Abfälle sollen künftig automatisch und in Echtzeit nachverfolgt werden können. Eine entsprechende Projektgruppe hat unter Leitung der Universität der italienischen Schweiz ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll die Sicherheit bei der Entsorgung steigern und die Verwaltung automatisieren.

Ein innovatives System wird im Tessin künftig die automatische Rückverfolgung von medizinischen Abfällen in Echtzeit gewährleisten. Um dieses zu entwickeln, hat die Universität der italienischen Schweiz (USI) gemäss einer Medienmitteilung eine Zusammenarbeit mit der kantonalen Krankenhausverwaltung (Ente Ospedaliero Cantonale, EOC) begonnen. Ausserdem ist das auf die Verwaltung von Krankenhausabfällen in der Schweiz spezialisierte Unternehmen Valbenne SA mit einbezogen. Gefördert wird dieses auf zwei Jahre angelegte Projekt von der Schweizer Innovationsagentur Innosuisse

Durch die automatische Rückverfolgung könnten zusätzliche Garantien erzielt werden, die die Möglichkeit von Missmanagement drastisch reduzieren werden, erklärt Projektleiter Dr. Alberto Ferrante vom USI Advanced Learning and Research Institute (AlaRI). Das sei besonders bei Abfällen interessant, die infolge von Infektionskrankheiten entstehen. Das zu entwickelnde System falle laut Ferrante „in den Bereich des Internets der Dinge“. 

Laut Ko-Projektleiter Dr. Marco D'Ambros von der CodeLounge am USI Software Institute (SI) wird ein solches System auch den Verwaltungsprozess automatisieren. Die Datenerfassung werde „Statistiken und Prognosen zur Optimierung des Prozesses erstellen, wodurch sich Einsparpotenziale für Krankenhäuser und Entsorgungsunternehmen ergeben“. mm

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