Projekt sagt Berufsbilder der Zukunft voraus

10. Juni 2022 09:58

Chur - Die Fachhochschule Graubünden und die beiden Arbeitsvermittler jobchannel und Scrambl. erforschen gemeinsam mittels Künstlicher Intelligenz, welche Berufsbilder Zukunft haben und welche nicht. Dieses Innosuisse-Projekt möchte der Schweizer Volkswirtschaft und ihren Akteuren die Zukunftsplanung erleichtern.

Mithilfe Künstlicher Intelligenz ermittelt die Fachhochschule Graubünden, welche Tätigkeiten auch zukünftig von Menschen in der Schweiz erledigt werden. Bei diesem Projekt der Schweizerischen Innovationsagentur Innosuisse mit dem Titel „Future of Work – Future Readiness Predicition System for human-centered shift of work activities“ arbeiten die Forschenden mit den beiden Arbeitsvermittlern Scrambl. und jobchannel zusammen.

Es will klären, welche der aktuellen Berufsbilder Bestand haben werden. Laut einer Medienmitteilung gehen das Weltwirtschaftsforum und verschiedene Beratungsunternehmen davon aus, dass 30 bis 50 Prozent der aktuell verfügbaren Arbeitsplätze in naher Zukunft radikalen Veränderungen unterliegen oder ganz der Automatisierung zum Opfer fallen werden. Wichtig sei dem Team ausserdem zu erkennen, ob die Wertschöpfung künftig in der Schweiz oder irgendwo anders auf der Welt stattfinden wird.

Innovativ sei an diesem Projekt, dass Berufsbilder bezüglich der darin enthaltenen Arbeitstätigkeiten betrachtet werden. Dafür analysiert Künstliche Intelligenz laufend alle in der Schweiz geschalteten Stellenanzeigen. Die Kombination verschiedener Datenquellen ermöglicht für jede der etwa 120'000 eindeutigen Tätigkeiten wie „Sitzungsprotokolle schreiben“ oder „Gemüse rüsten“ die Berechnung eines Automatisierungs- und eines Offshoring-Indexes. „Mit dieser fundamentalen Erkenntnis“, so die Hochschule, „können Unternehmen ihre Wertschöpfungsprozesse optimieren und Menschen in der Schweiz ihre Karriereplanung aktiv anpassen“. mm

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