Bauwesen und Dienstleister planen Stellenaufbau

04. November 2019 12:45

Zürich - Der von der Konjunkturforschungsstelle KOF ermittelte Beschäftigungsindikator ist aktuell dichter an seinen langfristigen Mittelwert von nahe null gerückt. Bauwesen und Dienstleister wollen weiterhin einstellen. Im Industriebereich wird jedoch eher ein Stellenabbau erwartet.

Einer Mitteilung der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zufolge ist der von der KOF ermittelte Beschäftigungsindikator im Vergleich zum dritten Quartal auf aktuell 2,3 Punkte gesunken. „Der Rückgang dieses Vorlaufindikators für die Beschäftigungsentwicklung ist zwar kein gutes Signal für den Schweizer Arbeitsmarkt“, schreiben die Analysten der KOF in der Mitteilung. „Doch er liegt gegenwärtig immer noch leicht über seinem langfristigen Mittelwert von nahe null.“

Eine Eintrübung der Beschäftigungsaussichten machen die Analysten vorwiegend im Industriebereich aus. Hier sei der Indikator auf -10,5 Punkte und damit auf ein ähnlich tiefes Niveau gesunken, wie zur Aufhebung der Frankenuntergrenze Anfang 2015, erläutern die Analysten.

Im Baugewerbe, bei den Banken und in den übrigen Dienstleistungsbranchen machen die Analysten hingegen eine Steigerung der Beschäftigungsaussichten aus. Hier plane die Mehrheit der befragten Unternehmen, innerhalb der nächsten drei Monate ihren Personalbestand zu erweitern, wird in der Mitteilung erläutert. Der Indikator im Bankenwesen weise dabei aktuell sogar den höchsten Stand seit 2001 aus. hs

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