Microsoft eröffnet Forschungslabor in Zürich

04. Oktober 2019 09:41

Zürich - Der IT-Riese Microsoft eröffnet ein neues Labor in Zürich. Dort wird er gemeinsam mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich an Technologien im Bereich Mixed Reality sowie Künstliche Intelligenz forschen.

Microsoft eröffnet ein neues Forschungslabor in Zürich. Dabei arbeitet der Konzern eng mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zusammen. Im Mixed Reality & AI Zurich Lab sind den Angaben der ETH zufolge zwölf Mitarbeitende von Microsoft, vier Doktorierende der ETH und ein Doktorand der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) tätig. Geleitet wird das Labor von ETH-Professor Marc Pollefeys.

Das neue Forschungslabor in Zürich fokussiert sich auf die Entwicklung in den Bereichen Mixed Reality und Künstliche Intelligenz. Im Bereich Mixed Reality können Benutzer sowohl mit der realen Welt als auch mit den virtuellen Objekten interagieren. Eine mögliche Anwendung sei etwa die Navigation im Gebäudeinnern, erklärt Pollefeys. „Ein Servicetechniker kann über eine Mixed-Reality-Brille zu einem defekten Brandmelder geleitet werden, und er ist sich dabei sicher, dass er den richtigen Brandmelder repariert“.

Mixed Reality und Künstliche Intelligenz spielen in gewissen Bereichen auch zusammen. So sollen Mixed-Reality-Brillen etwa dank Künstlicher Intelligenz besser verstehen, was ihr Nutzer gerade macht. Gerade bei Anleitungen für Aufgaben kann eine Brille so zu einem besseren Assistenten werden.

Die ETH und Microsoft arbeiten laut Pollefeys bereits seit elf Jahren zusammen. Mit dem neuen Labor werde die Zusammenarbeit nun intensiviert. Dies habe für beide Seiten Vorteile: „ETH-Doktorierende können dort an echten Problemstellungen der Industrie arbeiten und haben Zugang zu modernster Hardware, was für die Doktorierenden sehr attraktiv ist. Umgekehrt profitiert Microsoft von der Forschung an der ETH, die langfristig und breit angelegt ist und von unseren hervorragend qualifizierten Doktoranden“, so Pollefeys.

Eine ähnliche Zusammenarbeit wie mit Microsoft unterhält die ETH auch mit Disney. Im Zürcher Forschungslabor von Disney werden bereits seit mehreren Jahren erfolgreich neue Technologie für die Filmproduktion entwickelt. „Davon liessen wir uns inspirieren“, sagt Pollefeys. ssp

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