Kanton und GKB fördern Bündner Bergbahnen

25. Juni 2020 11:12

Chur - Der Kanton beteiligt sich am Projekt graubündenCARD 2020. Damit soll der Vorverkauf von Jahresabonnements angekurbelt werden. Die Graubündner Kantonalbank (GKB) schenkt allen Abonnenten eine zusätzliche Tageskarte für die kommende Wintersaison. So soll der erwartete Liquiditätsengpass der Bergbahnen abgefedert werden.

Die Regierung Graubündens gewährt einen finanziellen Beitrag zur gezielten Unterstützung der Bündner Bergbahnen. Im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) beteiligt sie sich am Projekt graubündenCARD 2020 mit einer halben Million Franken. Denselben Betrag steuert der Bund bei. Der Branchenverband Bergbahnen Graubünden (BBGR) will mit einer überbetrieblichen Kooperation der Bündner Bergbahnunternehmen einen gezielten Impuls zur Ankurbelung des Vorverkaufs von Jahresabonnements setzen. Damit soll dem Liquiditätsengpass der Branche entgegengewirkt werden, den sie wegen der verkürzten Wintersaison 2019/20 und der ausgebliebenen Verkäufe von Jahresabonnements während des Lockdowns für den Herbst erwartet.

Wie es in einer Medienmitteilung des Kantons heisst, soll mit dem Projekt graubündenCARD 2020 die Zusammenarbeit zwischen den Bündner Bergbahnunternehmen verstärkt werden, „was sich auf künftige Projekte und Herausforderungen positiv auswirken kann“. Zudem sollen sogenannte Corona-AGB für die Mitglieder des Branchenverbands Bergbahnen Graubünden erarbeitet werden. Mit diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) werde gewährleistet, dass den Gästen mögliche Ausfalltage zurückerstattet werden.

Auch die Graubündner Kantonalbank (GKB) greift den Bergbahnen laut einer eigenen Mitteilung mit einem Geschenk unter die Arme. Beim Kauf eines Jahresabonnements erhalten Kunden einen Gutschein für eine zusätzliche Tageskarte. Er kann während der nächsten Wintersaison bei sämtlichen Bergbahnunternehmen in Graubünden eingelöst werden. „Mit der Aktion empfehlen wir unsere Region aktiv für die kommende Saison", so GKB-Chef Daniel Fust. „Werden die Bergbahnen genutzt, profitieren wir als Tourismusregion branchenübergreifend in Graubünden."

Wichtig sei auch, dass die Kunden mit dem Kauf einer Jahreskarte ein Versprechen abgeben, Graubünden regelmässig zu besuchen, so BBGR-Präsident Martin Hug. „Ginge die Anzahl der verkauften Jahreskarten und damit verbunden auch die Aufenthalte der Gäste zurück, hätte dies nicht nur Auswirkungen auf die Bergbahnen, sondern auf alle Leistungsträger und die einheimische Bevölkerung, deren Wohlergehen in hohem Masse vom Tourismus abhängt." mm

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