Freienbach bekommt grösste Elektrolyseanlage der Schweiz

28. Juli 2021 11:48

Freienbach SZ - Alpiq, EW Höfe und Socar Energy Switzerland bauen in Freibach eine Elektrolyseanlage mit einer Kapazität von rund 10 Megawatt. Damit sollen jährlich bis zu 1200 Tonnen Wasserstoff aus Strom aus erneuerbaren Quellen produziert werden. Sie sollen der Mobilität im Schwerverkehr dienen.

Im ehemaligen Unterwerk der EW Höfe in Freienbach werde die bislang grösste Produktionsanlage der Schweiz für Wasserstoff aus Strom aus erneuerbaren Quellen entstehen, informieren Alpiq, EW Höfe und Socar Energy Switzerland in einer gemeinsamen Mitteilung. Sie wollen die Anlage mit einer Kapazität von bis zu 10 Megawatt gemeinsam realisieren. Ab Ende 2022 sollen dort jährlich rund 1000 bis 1200 Kilowattstunden Wasserstoff produziert werden.

Der in Freienbach produzierte Wasserstoff soll überwiegend „im Schwerverkehr und in Bereichen“ genutzt werden, „in denen batterieelektrische Antriebe keine befriedigende Lösung sind“, schreiben die Partnerunternehmen. Bei einer Nutzung im Schwerverkehr könnten jährlich maximal rund 200 Fahrzeuge mit Brennstoffzellen betrieben werden. Die damit gegenüber dem Einsatz von Dieselfahrzeugen vermiedenen CO2-Emissionen werden in der Mitteilung auf rund 14'000 Tonnen jährlich beziffert.

In Verbindung mit der Anlage in Freienbach ist der Bau einer Pipeline von der Anlage zur nahe gelegenen Autobahnraststätte Fuchsberg geplant. Dort wird Socar Energy Switzerland in beiden Fahrtrichtungen Wasserstofftankstellen einrichten. Über eine ebenfalls auf der Autobahnraststätte geplante Abfüllanlage soll nicht vor Ort verkaufter Wasserstoff an andere Tankstellen geliefert werden. So werde zusätzlicher Verkehr in den an die Produktionsanlage angrenzenden Dörfern vermieden, heisst es in der Mitteilung. 

In einem zweiten Schritt prüfen die Partnerunternehmen zudem die Beimischung von Wasserstoff aus Freienbach in das Gasverteilnetz der EW Höfe. Die Abwärme aus der Wasserstoffproduktion soll in einer späteren Phase in das neu entstehende Fernwärmenetz der Energie Ausserschwyz eingespeist werden. Damit setze das Projekt „neue Massstäbe in puncto Energieeffizienz“, heisst es in der Mitteilung. hs

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