Groupe E und ENGIE produzieren gemeinsam Wasserstoff

25. Oktober 2019 10:03

Granges-Paccot FR - Der Freiburger Energieversorger Groupe E und die ENGIE Services AG wollen am Staudamm Schiffenen Wasserstoff erzeugen und die Nutzung dieses Energieträgers fördern. Sie gründen dazu das Gemeinschaftsunternehmen Swiss H2 Generation.

Groupe E und die ENGIE Services AG wollen gemeinsam die Wasserstoffwirtschaft stärken. Der Freiburger Energieversorger und der international tätige Energiedienstleister mit Schweizer Sitz in Zürich haben deshalb laut einer Mitteilung das Gemeinschaftsunternehmen Swiss H2 Generation gegründet. Die neue Aktiengesellschaft hat wie Groupe E ihren Sitz in Granges-Paccot FR und gehört beiden Aktionären zu gleichen Teilen. Die Zustimmung der Wettbewerbskommission steht noch aus.

Swiss H2 Generation investiert in die Produktion von Wasserstoff aus Wasser und CO2 mit erneuerbarem Strom. Die dazu nötige Elektrolyse-Anlage soll ab etwa Ende 2020 am Staudamm Schiffenen bei Freiburg Wasserstoff erzeugen.

ENGIE ist bereits in Frankreich, einem der Heimmärkte des Unternehmens, in der Wasserstoffwirtschaft tätig. So weihte Generaldirektorin Isabelle Kocher im Juni 2018 im nordfranzösischen Dünkirchen mit GRHYD das erste Projekt in Frankreich ein, bei dem erneuerbarer Wasserstoff in ein lokales Gasnetz eingespiesen wird. „Wasserstoff ist das bisher fehlende Verbindungsglied für eine vollständig dekarbonisierte Welt“, schrieb sie damals in einem LinkedIn-Beitrag. Wasserstoff löse das Problem der Produktionsschwankungen erneuerbarer Energien und helfe, auch den Transportsektor, die Heizungen und die Industrie von ihrer Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu befreien. 

ENGIE France erzeugt zudem bereits seit Juni 2017 in Vannes in der Bretagne erneuerbaren Wasserstoff, der in der Fahrzeugflotte des regionalen Energieunternehmens Morbihan Energies eingesetzt wird. stk​​​​​​

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