KVA Linth will aus Abgasen CO2 abscheiden

18. März 2020 11:33

Glarus/Niederurnen GL - Aus dem Abgasstrom der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Linth soll Kohlendioxid zurückgewonnen werden. Damit würde der Ausstoss des Treibhausgases im Kanton Glarus erheblich reduziert. Jetzt wird eine Untersuchung die Machbarkeit klären.

Eine Machbarkeitsstudie soll aufzeigen, wie Abscheidung, Nutzung und Lagerung von CO2 aus den Abgasen der KVA Linth umsetzbar sind. Diese Untersuchung soll den Weg für die weitere Planung und spätere Umsetzung ebnen. Das hat der Regierungsrat des Kantons Glarus am Dienstag beschlossen. 

In einer entsprechenden Medienmitteilung werden die Kosten dafür mit 150'000 Franken veranschlagt. Zwei Drittel davon wird die KVA Linth tragen. Der Regierungsrat unterstützt die Machbarkeitsstudie mit weiteren 30'000 Franken aus dem Energiefonds. Gefördert wird das Projekt auch von Innosuisse

Im Rahmen dieser Machbarkeitsstudie werden sich der Verband der Betreiber der Schweizerischen Abfallverwertungsanlagen (VBSA) und die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) vor allem mit Fragen der Logistik, Nutzung und Lagerung auseinandersetzen. Die KVA Linth befasst sich mit der technischen Machbarkeit und den Kosten.

Das Potenzial zur direkten Abscheidung von Kohlendioxid an der KVA Linth wird mit jährlich bis zu 100'000 Tonnen beziffert. Würde die gesamte Menge an CO2 zurückgewonnen werden, könnte damit die KVA Linth entscheidend dazu beitragen, den Kohlendioxidausstoss des Kantons Glarus zu reduzieren. mm

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