Nationalräte wollen erneuerbares Kerosin fördern

12. Februar 2020 15:49

Bern - Die Umweltkommission des Nationalrats hat die Totalrevision des CO2-Gesetzes angenommen. Dazu gehört auch eine Flugticketabgabe. Deren Einnahmen sollen zur Hälfte für die Förderung von Innovationen im Flugverkehr eingesetzt werden, darunter für erneuerbares Kerosin.

Die Umweltkommission des Nationalrats will die Entwicklung von erneuerbarem Flugtreibstoff mit maximal 100 Millionen Franken pro Jahr fördern. Förderbeiträge dürften bis zu 80 Prozent der Zusatzkosten gegenüber fossilem Kerosin decken. Falls sich diese Technologie als erfolgversprechend erweist, kann die Förderung auf 300 Millionen Franken pro Jahr steigen, heisst es in einer Mitteilung der Kommission. Damit haben die Nationalräte ihre Entscheidung vom Januar präzisiert, wonach Forschung und Innovation in der Luftfahrt gefördert werden sollen.

Die Mittel stammen aus der Flugticketabgabe, die mit der Totalrevision des CO2-Gesetzes eingeführt wird. Die Einnahmen aus der Abgabe sollen zur Hälfte für Massnahmen zum Klimaschutz eingesetzt werden. Die andere Hälfte soll in Anlehnung an den Vorschlag des Ständerats an die Bevölkerung und die Wirtschaft zurückfliessen.

Die Umweltkommission hat das Gesamtpaket zur Totalrevision des CO2-Gesetzes mit 18 zu sieben Stimmen deutlich angenommen. Zu diesem Paket gehört auch die Schaffung eines übergeordneten Klimafonds. Dieser soll ein breites Spektrum von Massnahmen fördern können. Dabei sollen auch die ländlichen und die Bergregionen berücksichtigt werden.

Die Kommission will ausserdem eine Initiative einreichen, welche die Erhöhung der Einmalvergütung für grosse Photovoltaikanlagen vorsieht. Solche Anlagen seien heute aufgrund der tiefen Abnahmepreise für eingespeisten Strom benachteiligt. stk

Aktuelles im Firmenwiki