Stromauto geht in die Massenfertigung

05. November 2019 15:06

Zwickau - Volkswagen will seinen Standort Zwickau zum grössten Werk für die Fertigung von Stromautos in Europa ausbauen. Hier sollen 2020 bereits 100.000 Stromautos vom Band rollen. Am Montag hat die Serienfertigung des ID.3 begonnen.

In Zwickau wurde einst der Trabant gefertigt. Die „Rennpappe“ wurde zum unfreiwilligen Symbol der DDR und ihres Untergangs. Künftig soll an dieser Stelle die grösste Fertigung von Stromautos in Europa entstehen. Volkswagen will hier im nächsten Jahr 100.000 Stromautos bauen, ab 2021 dann bis zu 330.000 Fahrzeuge.

Am Montag nahm Volkswagen im Beisein der deutschen Kanzlerin Angela Merkel die Serienfertigung des ID.3 auf. Der Stromer soll im Sommer in ganz Europa auf den Markt kommen, heisst es in einer Mitteilung von Volkswagen. In der Basisversion soll er in Deutschland weniger als 30.000 Euro kosten. 35.000 Vorbestellungen lägen bereits vor. „Der ID.3 wird einen wichtigen Beitrag zum Durchbruch der E-Mobilität leisten“, wird Herbert Diess in der Mitteilung zitiert. „Er macht saubere, individuelle Mobilität für Millionen von Menschen erreichbar und ist ein Meilenstein für unser Unternehmen auf dem Weg, bis 2050 klima­neutral zu werden“, so der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen-Konzerns.

Volkswagen baut den ID.3 auf seinem sogenannten Modularen E-Antriebs-Baukasten. Mit diesem Baukasten kann der Autobauer eine ganze Reihe von Modellen auf dem gleichen Antriebssystem aufbauen. Ausser in Zwickau will Volkswagen ab 2022 auch in Emden und Hannover Stromautos bauen. Die Komponentenwerke Braunschweig, Kassel, Salzgitter und Wolfsburg liefern Teile für den ID.3. In Salzgitter will Volkswagen zusammen mit Northvolt eine Gigafactory für Batteriezellen aufbauen. „In den kommenden Jahren wird in Deutschland ein starkes E-Auto-Cluster entstehen“, wird Diess zitiert. stk

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