Schweizer Aktionäre erhöhen Anteil an Alpiq und wollen den Konzern von der Börse nehmen. Bild: Alpiq

Neue Eigentümer wollen Alpiq von der Börse nehmen

05. April 2019 10:54

Lausanne/Olten - Der französische Energiekonzern EDF verkauft seine Beteiligung an Alpiq von gut 25 Prozent an die bestehenden Schweizer Aktionäre Primeo Energie und EOS Holding. Diese planen, Alpiq von der Börse zu nehmen.

Die französische Electricité de France (EDF) verkauft ihren Anteil von 25,04 Prozent am Lausanner Stromkonzern Alpiq zu gleichen Teilen an die bisherigen Aktionäre Primeo Energie und EOS Holding. Der Kaufpreis für die EDF-Beteiligung beträgt rund 489 Millionen Franken. Nach der Transaktion hält das Konsortium der Schweizer Aktionäre von Primeo Energie sowie der EOS und der CSA Energie-Infrastruktur Schweiz 88 Prozent an Alpiq. Diese planen, Alpiq von der Börse zu nehmen, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heisst. Primeo Energie sowie EOS hätten nun „den Weg für eine Schweizer Eigentümerstruktur von Alpiq geebnet“, schreiben die Schweizer Aktionäre.

Der Kauf wird mittels Pflichtwandeldarlehen von der CSA Energie Infrastruktur Schweiz finanziert, in der 135 Schweizer Pensionskassen investiert sind. Die Pflichtwandeldarlehen sollen bei Fälligkeit in Alpiq-Aktien umgewandelt werden. Aufgrund eines Opting-outs der Gesellschaft löst die Transaktion laut der Mitteilung kein Pflichtangebot an die anderen Aktionäre aus. Der Erwerb der Aktien bedarf noch der Zustimmung des deutschen Bundeskartellamtes.

Alpiq werde künftig vermehrt „langfristige Abnahmeverträge abschliessen“, heisst es. Dabei werde die Energiestrategie 2050 des Bundes in Betracht gezogen. Alpiq werde sich vor allem auf die Erhaltung und Weiterentwicklung der Wasserkraft in der Schweiz konzentrieren. ssp

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