Infrastrukturanlagen könnten Produktion von Solarstrom verdoppeln

17. September 2021 14:32

Basel - Energie Zukunft Schweiz fordert dazu auf, Infrastrukturanlagen wie Lärmschutzwände und Parkflächen zur Produktion von Solarstrom zu nutzen. Einer vom Unternehmen erstellten Studie zufolge könnte die installierte Photovoltaikleistung damit nahezu verdoppelt werden.

Im letzten Jahr habe der Ausbau von Solarstrom in der Schweiz im Vergleich mit früheren Jahren deutlich zugelegt, schreibt Energie Zukunft Schweiz in einer Mitteilung. Ihr zufolge schreitet der Ausbau aber weiterhin nicht schnell genug voran, um die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen. Bisher würden Solaranlagen in der Schweiz zudem fast ausschliesslich auf Gebäudedächern realisiert.

Hier will die auf die Projektentwicklung für erneuerbare Wärme, Photovoltaik und Energieeffizienz spezialisierte Organisation Abhilfe schaffen. In einer von Energie Zukunft Schweiz erstellten Studie wird das Potenzial von Infrastrukturanlagen für die Produktion von Solarstrom ausgelotet. Die von der Axpo, IWB und dem Bundesprogramm EnergieSchweiz unterstütze Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich damit die bereits installierte Photovoltaikleistung nahezu verdoppeln liesse.

In der Studie wird das Potenzial von Infrastrukturanlagen wie Lärmschutzwänden, Parkflächen, Deponien oder auch Wasserflächen von Stauseen untersucht. Dabei seien Faktoren wie technische Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und regulatorische Hürden einbezogen worden, erläutert Energie Zukunft Schweiz. Im Ergebnis weist die Studie ein theoretisches Potenzial von bis zu 11 Gigawatt Leistung aus. Als realistisch wird die Umsetzung von 3 Gigawatt Leistung angesehen. hs

Aktuelles im Firmenwiki