Schweizer wünschen mehr nachhaltige Lebensmittel

25. August 2021 12:32

Zürich/Genf - Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung möchte ein grösseres Angebot an nachhaltigen Lebensmitteln. Fast die Hälfte ist bereit, das eigene Essverhalten nachhaltiger zu gestalten. Vermisst werden Information und Kennzeichnung bezüglich der Nachhaltigkeit. Das hat eine Umfrage von Deloitte ergeben.

Für jeden dritten Schweizer hat die Nachhaltigkeit einen starken Einfluss auf die Essgewohnheiten. Das sind fast doppelt so viele Verbraucher wie in der EU. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Nachhaltige Lebensmittel: Was Schweizer Konsumenten von Unternehmen und vom Staat erwarten“ des Wirtschafts- und Beratungsunternehmens Deloitte. Demnach spielen ökologische Aspekte bei der Nahrungsauswahl eine wichtigere Rolle als soziale und wirtschaftliche Gesichtspunkte.

Zwei von drei Befragten befürworten eine Angebotssteigerung an nachhaltigen Lebensmitteln. Fast die Hälfte der Befragten wäre bereit, Fleisch durch pflanzliche Lebensmittel zu ersetzen. Den Menschen gehe es dabei um die Umwelt. Auf Konsumentenseite werde erkannt, „dass bei den Nahrungsmitteln ein grosser Hebel besteht, um die Umweltbelastung rasch und ohne umfassende Investitionen zu senken“, wird Marcel Meyer, Partner und Leiter Nachhaltigkeit bei Deloitte, in der Medienmitteilung zur Studie zitiert.

Auf Verbraucherseite werden laut Studie Informationen bezüglich der Nachhaltigkeit vermisst. Um nachhaltiger zu essen, sollten die Lebensmittel zudem klarer gekennzeichnet sein. Als weitere Hürde nennt die Studie hohe Preise.

Die Resultate zeigen, dass mehr als ein Drittel der Befragten die Hauptverantwortung für das Thema Nachhaltigkeit auf Herstellerseite sehen. 16 Prozent verorten die Verantwortung beim Detail- und Grosshandel, 12 Prozent beim Staat.

Für die Umfrage wurden 1500 Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz zwischen Ende April und Anfang Mai zweimal online befragt. hg

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