Offshore-Windpark EnBW Baltic 1 (Bild: EnBW)

Windenergie rechnet sich auch ohne Subventionen

18. April 2017 11:20

Karlsruhe - Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) hat den Zuschlag für den Windpark auf offener See He Dreiht bekommen. Das 900-Megawatt-Projekt in der Nordsee kommt ohne Subventionen aus.

Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) habe sich „bei der ersten Offshore-Ausschreibung in Deutschland“ erfolgreich „in einem namhaften Bieterfeld“ durchgesetzt, schreibt EnBW in der entsprechenden Mitteilung. Den Zuschlag für Anlagen auf offener See erhält laut Gesetz das Angebot mit der geringsten Subventionsforderung. 

„Unser Gebot zeigt, dass die Marktintegration der Offshore-Technologie bis Mitte des nächsten Jahrzehnts möglich ist und Offshore-Wind wesentlich dazu beitragen kann, dass Deutschland seine energie- und klimapolitischen Ziele erfüllt“, wird der EnBW-Vorstandsvorsitzende Frank Mastiaux in der Mitteilung zitiert. „Denn nach der sehr guten Energieausbeute hat sich die Offshore-Technologie nun mit einem Quantensprung auch in der Effizienz als veritabler Treiber der deutschen Energiewende qualifiziert.“ 

Der etwa 85 Kilometer nördlich der Insel Borkum und 104 Kilometer westlich von Helgoland entstehende Windpark He Dreiht soll erst im Jahre 2025 ans Netz gehen. Bis dahin zu erwartende technologische Weiterentwicklungen will EnBW zur Kostensenkung einsetzen. Synergieeffekte verspricht sich das Unternehmen auch aus zwei bereits bestehenden EnBW-Windparks in der Nordsee. „Die dem Gebot zugrundliegenden Strompreisannahmen bewegen sich dabei auf einem moderaten Niveau“, erläutert der bei EnBW für den Ausbau des Erzeugungsportfolios zuständige Leiter, Dirk Güsewell. „Die Renditeerwartung liegt deutlich über unseren Kapitalkosten und ist damit attraktiv.“ hs

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