Nestlé eröffnet Forschungsinstitut für Verpackungen

13. September 2019 09:51

Lausanne - Nestlé hat sein Institut für Verpackungsforschung eingeweiht. Damit will das Unternehmen die Einführung umweltfreundlicher Umverpackungen beschleunigen.

Nestlé hat in Lausanne ein Forschungsinstitut für Verpackungen in Betrieb genommen. Es ist das erste seiner Art in der Lebensmittelindustrie. Ziel ist, nachhaltigere Verpackungen rascher zu entwickeln und zu produzieren. Damit will der Konzern laut einer Medienmitteilung der globalen Herausforderung des Plastikmülls begegnen. Das Institut ist Teil der Einrichtung für Grundlagenforschung im Lausanner Nestlé-Forschungszentrum.  Anlässlich der Einweihung sagte Nestlé-CEO Mark Schneider: „Keine unserer Verpackungen sollte als Abfall auf Mülldeponien oder in der Umwelt landen. Deshalb führen wir wiederverwertbare Verpackungslösungen ein und leisten Pionierarbeit bei umweltfreundlichen Verpackungsmaterialien.“ Darüber hinaus wolle der Lebensmittelkonzern die Entwicklung lokaler Recyclinginfrastrukturen und Pfandsysteme unterstützen.

Bei der Eröffnung betonte Sander Defruyt, New Plastics Economy Lead bei der Ellen MacArthur Foundation, dass Nestlé eines der ersten Unternehmen gewesen sei, das die Selbstverpflichtung zur Plastikvermeidung seiner Stiftung unterzeichnet habe. „Es ist grossartig zu sehen, dass das weltgrösste Konsumgüterunternehmen jetzt seinen Forschungsschwerpunkt verstärkt und seine Kapazitäten erhöht, um diese Ziele zu erreichen.“ Ausserdem hatte sich Nestlé im vergangenen Jahr dazu bekannt, seine Verpackungsmaterialien bis 2025 vollständig wiederverwendbar oder wiederverwertbar zu machen.

Laut Philippe Leuba, Staatsrat des Kantons Waadt, werde dieses neue Institut die Waadt als Kompetenzcluster für die gesamte Wertschöpfungskette bei Lebensmitteln weiter stärken. „Die Bewältigung des Müllproblems ist eine globale Herausforderung. Sie kann sich in der Waadt auf ein innovatives Netzwerk bestehend aus Hochschulen und privaten Forschungszentren“ stützen. mm

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