Online-Bibliothek für verbautes Material wird erweitert

08. Mai 2019 14:33

Zürich - Auf der Madaster-Plattform wird neu auch ersichtlich, welche Materialien wo in einem Gebäude verbaut sind. Dafür nutzt Madaster die Daten eines neuen Partners. Dies soll ressourcenschonenedes Bauen fördern und die Wiederverwertung der Materialien erleichtern.

Madaster ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Zürich, welche die Kreislaufwirtschaft in der Bau- und Immobilienbranche fördern will. Sie bietet dafür eine Plattform an, auf der ressourcenrelevante Daten von Bauten inventarisiert werden. Diese Materialpässe können zur Wiederverwertung der Materialen genutzt werden.

Madaster hat nun eine Partnerschaft mit der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung (CRB) abgeschlossen. Damit erhält Madaster die Nutzungsrechte für die Schweizer Klassifizierung der Baukostenpläne für Hoch- und Tiefbau. Diese enthält elementbasierte Baukostenpläne und dient Planern und Bauherren zur einheitlichen Darstellung von Kosteninformationen. Auf Basis dieser Beschreibung kann Madaster Baumaterialien in der gebauten Umgebung darstellen. „Diese Transparenz in Bezug auf den Einsatzort von Produkten macht Gebäude zu einem dokumentierten Lagerplatz für Materialien“, hält die Organisation in einer Mitteilung fest. Dies soll die Möglichkeiten bei der Wiederverwertung von Baumaterialien verbessern und helfen, ressourcenschonende Bauprozesse zu planen. 

„Indem CRB die Verfügbarkeit dieser Daten ermöglicht, kann die Qualität, Anwendbarkeit und Akzeptanz von Materialpässen gesteigert werden“, kommentiert Marloes Fischer, Präsidentin von Madaster Schweiz.

Madaster wird von namhaften Schweizer Unternehmen wie den Eberhard UnternehmungenLosinger MarazziRaiffeisen SchweizSwiss Prime Site AG und Swiss Re unterstützt. Auch weitere interessierte Unternehmen können sich an der Entwicklung der Madaster-Plattform beteiligen und dem Verein beitreten, um Nachhaltigkeit in der Bauchbranche langfristig zu sichern. ssp

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