NovoCarbo stellt aus biogenen Reststoffen Pflanzenkohle her und vermarktet sie. Bild: zVg

NovoCarbo handelt erste Zertifikate für CO2-Senken

04. Dezember 2020 10:51

Dörth - NovoCarbo ist ein Unternehmen der CO2-negativen Kreislaufwirtschaft. Es stellt aus biogenen Reststoffen Premium-Pflanzenkohle her. Jetzt handelt der Finalist des deutschen Nachhaltigkeitspreises die von ihm geschaffenen Kohlenstoffsenken auf der Trading-Plattform Carbonfuture.

Das junge deutsche Cleantech-Unternehmen NovoCarbo handelt die von ihm geschaffenen Kohlenstoffsenken auf der neuen Blockchain-Trading-Plattform Carbonfuture. Als Kohlenstoffsenken werden natürliche Reservoire wie Wälder, Moore und Ozeane bezeichnet, die vorübergehend Kohlenstoff aufnehmen und speichern. Dadurch können sie den Treibhauseffekt und die Erderwärmung abschwächen.

NovoCarbo, Finalist des diesjährigen Deutschen Nachhaltigkeitspreises, stellt aus biogenen Reststoffen Premium-Pflanzenkohle her und vermarktet sie. Mit ihrer Verwendung im Boden schafft das Unternehmen klimapositive zertifizierte Kohlenstoffsenken, die ab sofort als sogenannte Carbon Sink Credits gehandelt werden. Dabei handelt es sich um die ersten deutschen Zertifikate ihrer Art.

Das Unternehmen mit Sitz im rheinland-pfälzischen Dörth beteiligt seine Kunden an der Vergütung. „Denn die Pflanzenkohle kommt hauptsächlich in der Erdenherstellung und der Landwirtschaft zum Einsatz und bindet dort den Kohlenstoff über Jahrhunderte“, heisst es in der Mitteilung. Dazu pyrolysiert sie mithilfe der PYREG-Anlagentechnik pflanzliche Rohstoffe wie Grünschnitt, Nussschalen oder Trester.

Diese Pflanzenkohle wird anschliessend in Böden eingebracht oder gelangt über die Applikation im Tierfutter, in der Stalleinstreu, der Gülle, im Kompost oder in Biogasanlagen indirekt in landwirtschaftliche Böden. Damit schafft NovoCarbo terrestrische Kohlenstoffsenken, die für die Eindämmung der Klimakrise dringend notwendig sind. mm

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