Carbonfuture will Zertifikaten einen Anreiz geben, den Kohlenstoff aus dem CO2 in der Atmosphäre dauerhaft zu speichern, etwa in Form von Schwarzerde. Bild: zVg/ Fredy Abächerli (Verora AG)

Carbonfuture bietet Beteiligung an Kohlenstoffsenken

01. Oktober 2020 08:05

Freiburg i.Br. - Das Freiburger Start-up carbonfuture bietet auf seiner Online-Plattform die Beteiligung an Kohlenstoffsenken an. Diese sollen das durch Pflanzen aus der Luft geholte CO2 für mindestens 100 Jahre im Boden binden.

Beim Freiburger Start-up carbonfuture geht man davon aus, dass die Strategie der Vermeidung von CO2-Emissionen einer Ergänzung bedarf. Denn es sei schon zu viel CO2 in der Atmosphäre vorhanden. Der Grundgedanke besteht darin, das CO2 aus der Luft zurückzuholen und den darin enthaltenen Kohlenstoff dauerhaft und stabil im Boden zu lagern. Das soll durch den Einsatz von Pflanzenkohle geschehen, denn die besteht aus dem durch Pflanzen der Luft entzogenen Kohlenstoff. 

Diese Aufgabe sollen Landwirte übernehmen, die solche Senken schaffen. Die Landwirte werden dadurch zu Klimawirten. Den Schlüssel bieten wirtschaftlichen Anreize, etwa in der Art einer CO2-Abfall-Sammlung und CO2-Reststoffverwertung.

Carbonfuture hat nun eine blockchain-basierte Plattform zum Registrieren, Zertifizieren, Finanzieren und Handeln von Kohlenstoffsenken aufgebaut. Die Plattform ist jetzt für jeden online zugänglich, um sich finanziell zu beteiligen.

Das in diesem Jahr gegründete Unternehmen hat von Beginn an mit der Carbuna AG in Memmingen zusammengearbeitet, einer Spezialistin für Pflanzenkohleprodukte. Mit dabei waren auch die Vorarlberger Pyrolyseanlagen-Betreiberin EnergieWerk Ilg in Dornbirn sowie die Anlagenbauerin SynCraft aus Schwaz in Tirol. Wissenschaftlich wurde das Projekt vom Schweizer Ithaka Institut in Arbaz VS unterstützt. gba 

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