Bauern sollen künftig diejenigen Produkte, die nicht den strengen Anforderungen der Grosshändler entsprechen, direkt vermarkten können. Bild: Schweizer Bauernverband

Auch krumme Karotten sollen Käufer finden

03. Februar 2020 14:16

Brugg AG - Bauernhöfe sollen ihre Produkte auch dann verkaufen können, wenn sie nicht den strengen Kriterien des Handels entsprechen. Der Bauernverband will ihnen bei der Direktvermarktung helfen.

Karotten sind nicht immer so gerade, wie sie der Handel wünscht. Zucchetti sind nicht immer so gross oder so grün, wie sie die Kundinnen und Kunden im Supermarkt erwarten. Doch selbst wenn sie nicht diesen strengen Kriterien des Handels und der Verarbeiter entsprechen, können sie geschmacklich von hoher Qualität sein. Der Schweizer Bauernverband (SBV) will daher mit seiner Kampagne „Save food, fight waste“ helfen, auch diese nicht normierten Produkte zu den Konsumentinnen und Konsumenten zu bringen.

Der SBV stellt Bauernhöfen in diesem Rahmen auch Material zur Direktvermarktung solcher Produkte zur Verfügung, wie er in einer Mitteilung schreibt. Damit können die Bauernfamilien ihren Kundinnen und Kunden nahebringen, warum der Kauf einen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung darstellt. Ausserdem stellt der SBV den Bauernfamilien eine Liste möglicher Abnehmer von Waren zur Verfügung, welche die Grosshändler zurückgewiesen haben. stk

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