Aargau will mehr Baumaterial wiederverwerten

02. September 2019 11:43

Würenlos AG - Die Strassen im Aargau sollen vermehrt mit wiederverwertetem Baumaterial saniert werden. Ein Pilotprojekt in Würenlos hat aufgezeigt, dass wiederverwertetes Baumaterial die gleich hohe Bauqualität ermöglicht und ebenso leicht zu verarbeiten ist wie Primärmaterial.

Wiederverwertete Baustoffe erfüllen die meisten Anwendungen im Strassenbau und sind Primärmaterialien gleichwertig. Das zeigt ein Pilotprojekt in Würenlos, das der Verband der Kies- und Betonproduzenten VKB Aargau, der  Baumeisterverband Aargau und arv Baustoffrecycling Schweiz 2018 zusammen mit dem Kanton gestartet haben. Dabei wurden Baustoffe mit einem hohen Anteil an wiederverwerteten Materialien verwendet, namentlich für die Fundationsschicht und die Strassenbeläge. 

Das Ergebnis: Diese Materialien haben die gewünscht hohe Bauqualität erreicht und „sind nicht aufwendiger zu verarbeiten als Baumaterialien mit Primärmaterial“, heisst es in einer Mitteilung des kantonalen Baudepartements. Auch wiederverwerteter Beton eignet sich für „übliche Anwendungen wie Wohnungs- und Industriebau“, weniger für den Strassenbau mit seinen besonderen Belastungen.

Bei anderen Materialien im Tiefbau sollen die heutigen Vorgaben der Verwendung von wiederverwerteten Materialien verstärkt werden. Bei schwachbelasteten Strassenbelägen etwa für das Trottoir und Velowege sei ein Anteil von wiederverwertetem Material von bis zu 80 Prozent möglich. stk

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