Gebäudesektor hat grosses Potenzial für Emissionsabbau

Bild: Minergie Schweiz

Die Emissionen aus dem Gebäude- und Bausektor haben ihren Höchstwert vielleicht schon erreicht. Dank Fortschritten bei der Energieeffizienz, zum Beispiel beim Heizen, Kochen und der Beleuchtung, und Energiespartechnologien wie Wärmepumpen, verbesserten Fenstern, besserer Isolierung und der Nutzung von weniger energieintensiven Materialien wird kein weiterer Anstieg erwartet. Dies ist eine der Erkenntnisse des 2018 Global Status Report: Towards a zero-emission, efficient and resilient buildings and construction sector. Der Bericht ist von der Internationalen Energieagentur und dem UN- Programm fpr Umwelt verfasst und in der vergangenen Woche von der Global Alliance for Buildings and Construction vorgelegt worden.

Gleichzeitig warnt der Bericht jedoch auch. Der Gebäudebereich sei immer noch für 39 Prozent aller energiebezogener CO2-Emissionen und für 36 Prozent des Endenergieverbrauchs verantwortlich. „Wir müssen lediglich auf die aktuellen Normen und die Qualität vieler Gebäude schauen, um zu wissen, was wir viel besser machen können“, heisst es von Joyce Msuya, Deputy Executive Director von UN Environment, in einer Erklärung. „Wir müssen die Messlatte hinsichtlich der Energieeffizienz höher legen, bei ökologischen Gebäuden auch und wir brauchen bessere Praktiken in der Baubranche.“

Laut des Berichts stellen nationale Klimamassnahmen einen Schlüssel für die Dekarbonisierung im Gebäude- und Baubereich dar. Diese werden als „Nationally-Determined Contributions“ (NDC) bezeichnet. Mehr als zehn solcher NDCs schliessen aktuell Massnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz in Gebäuden ein. Es müsse jedoch mehr getan werden, auch, um diese Massnahmen auf den Baubereich zu erweitern. So solle in der Baubranche das in Materialien gebundene CO2 stärker in den Fokus rücken. Der Bericht hebt zudem einige Initiativen hervor, die im Gebäude- und Baubereich Anwendung finden. Dazu gehören die Science Based Target-Initiative und die Net Zero Carbon Buildings-Verpflichtung. es