neos befindet sich momentan inder Entwicklungs- und Testphase und ist auf keinem Markt erhältlich. Mit dem Prototypen können acht vollautomatische Untersuchungen inklusive Gesichtsfeld und Pupillenfunktionen durchgeführt werden. Bild: zVg/Ypsomed

MachineMD gewinnt Ypsomed Innovationspreis 2022

11. Januar 2023 14:02

Burgdorf BE/Bern - Das Berner Medtech machineMD hat am 10. Januar den Ypsomed Innovationspreis 2022 erhalten. Sein System kann über Augenbewegungen automatisiert Hinweise auf Erkrankungen des zentralen Nervensystems geben. Platz 2 ging an Pace Locator, Platz 3 an Compact Motion.

Die drei Gewinner des Ypsomed Innovationspreises 2022 sind am 10. Januar im Rahmen des Neujahrsapéros der Unternehmensberatung PwC Schweiz in Bern ausgezeichnet worden. Mit diesem Preis fördert der Innovationsfonds der international tätigen Burgdorfer Medizintechnikfirma Yspomed alle zwei Jahre den Wissens- und Technologietransfer von Fachhochschulen und Universitäten im Schweizer Mittelland. Der Fonds und PwC Bern stiften die Preisgelder.

„Die Arbeit unserer Hochschulen bringt uns wirtschaftlich und gesellschaftlich weiter, dafür müssen sie aber in der Praxis ankommen“, wird der Präsident des Ypsomed Innovationsfonds, Simon Michel, in einer Mitteilung zitiert. „Mit unserem Wettbewerb bieten wir dafür eine ideale Plattform.“

Platz 1 und 50'000 Franken Preisgeld gingen an machineMD, das seinen Sitz im Berner Sitem MedTech Hub und seine Wurzeln an der Universität Bern hat. Das Medtech hat mit dem Neurophtalmoscope ein System entwickelt, bei dem über ein Headset für Virtuelle Realität (VR) die Bewegungen der Augen und Pupillen und damit Gehirnfunktionen automatisch analysiert werden. Abweichungen geben Hinweise auf Erkrankungen des zentralen Nervensystems oder Gehirntumore.

Bis heute werden diese Untersuchungen überwiegend manuell durchgeführt und erfordern ein Training des Personals. Mit dem machineMD-System dauert das den Angaben zufolge statt 45 nur 10 Minuten und geschieht automatisch. 

Auf Platz 2 landete Pace Locator von der Berner Fachhochschule. Das Team unterstützt mit seinem selbst entwickelten Katheter samt zugehöriger Analysesoftware und dreidimensionaler Bildgebung Ärztinnen und Ärzte beim Setzen von Herzschrittmachern. Pace Locator erhielt dafür 30'000 Franken Preisgeld.

Auf Platz 3 wählte die Jury Compact Motion, ebenfalls von der Berner Fachhochschule. Dessen kompakter Linearmotor Rhino bietet Spezialanlagenbauern Vorteile bei sogenannten Pick & Place-Systemen. Damit kann die Taktzeit der Anlage um rund 20 Prozent beschleunigt und die Verkabelung durch die integrierte Motorsteuerung reduziert werden. Compact Motion bekam 20'000 Euro Preisgeld. mm

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