Zürichsee soll Zürcher Innenstadt Energie liefern

10. Januar 2020 14:03

Zürich - Wasser aus dem Zürichsee soll die Zürcher Innenstadt im Sommer kühlen und im Winter heizen. Die Stadt Zürich arbeitet laut einem Medienbericht am Projekt Coolcity. Es könnte ab 2030 schrittweise umgesetzt werden. Die Kosten dürften 100 Millionen Franken übersteigen.

Die Stadt Zürich will die Energie des Zürichsees in einem grossen Umfang für die Heizung und Kühlung der Innenstadt nutzen. Wie der „Tages-Anzeiger“ in einem Bericht schreibt, will das Departement der Industriellen Betriebe im März eine Machbarkeitsstudie für das Projekt Coolcity vorlegen. Im Rahmen dieses Projekts würde das 5 Grad kalte Tiefenwasser des Sees im Sommer für die Kühlung und im Winter mittels Wärmetauscher für die Heizung genutzt werden. Damit könnten die Heizungen und Kühlanlagen der Gebäude in der Innenstadt ersetzt werden.

Mit der schrittweisen Inbetriebnahme wird ab 2030 gerechnet, weil die entsprechenden Leitungen möglichst im Rahmen ohnehin nötiger Sanierungen bestehender Leitungen oder des Strassenbelags verlegt werden sollen. Die Kosten dürften im dreistelligen Millionenbereich liegen. Damit würde eine Volksabstimmung über das Projekt nötig.

Das Wasser des Sees wird bereits heute für die Energieversorgung genutzt. So werden in Zürich selbst das Stadthaus und der Hauptsitz der Zürcher Kantonalbank mit Energie aus dem See versorgt, in Uetikon am See der Dorfkern. stk

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