Zürich bleibt für Investoren trotz Corona attraktiv

19. Oktober 2020 09:47

Zürich - Die Investitionen von Risikokapital sind in Europa während der Corona-Krise gesunken. In Zürich zeigt sich jedoch ein gänzlich anderes Bild. So sind hier die Investitionen in den ersten neun Monaten des Jahres um 98 Prozent gestiegen.

Risikokaptalinvestitionen haben in Europa in den ersten drei Quartalen 2020 um 12 Prozent gegenüber 2019 nachgegeben, wie eine Analyse von Sifted zeigt, einer Start-up-Plattform, die von der „Financial Times“ unterstützt wird. Bei dieser Analyse zeigen sich allerdings grosse regionale Unterschiede. So sind die Risikokapitalinvestitionen in Zürich in den ersten neun Monaten des Jahres um 98 Prozent gestiegen. Damit liegt Zürich an der Spitze einer Liste von 16 europäischen Städten. Helsinki folgt au Platz zwei mit einer Zunahme von 62 Prozent, Dublin belegt mit einem Anstieg von 26 Prozent den dritten Platz.

Besonders deutlich hat sich die Attraktivität von Zürich für Investoren im zweiten Quartal gezeigt. Zwischen April und Juni 2020 konnten lediglich drei europäische Städte einen Zuwachs bei Risikokapitalinvestitionen verzeichnen. Zürich lag dabei mit einem Anstieg um mehr als 300 Prozent an der Spitze, lediglich München und die Region Oxford/Cambridge konnten ebenfalls einen Zuwachs verzeichnen.

Für das dritte Quartal 2020 verzeichnet Sifted eine Erholung. Mehrere der untersuchten europäischen Städte konnten hier einen Zuwachs der Risikokapitalinvestitionen registrieren. Während der Anstieg in Zürich bei 51 Prozent lag, herrscht der Negativtrend in Barcelona (-47 Prozent) und Madrid (-69 Prozent) weiterhin an. Die beiden spanischen Städte liegen auch in der Gesamtwertung der ersten drei Quartale mit -45 Prozent (Barcelona) und -69 Prozent (Madrid) auf dem drittletzten und letzten Platz. Dazwischen hat sich Berlin mit -51 Prozent eingereiht. jh

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