Zürich bekommt grösseres Fernwärmenetz

08. Juli 2019 12:51

Zürich - Das Fernwärmenetz in Zürich wird mit einer Verbindungsleitung zwischen dem Werk Hagenholz und der neuen Fernwärmezentrale Josefstrasse erweitert. Sie wird Gebäude in den Quartieren Wipkingen, Oberstrass, Unterstrass, Gewerbeschule (Sihlquai) und Aussersihl versorgen.

Die in Zürich eingesetzte Fernwärme wird hauptsächlich aus der Abwärme der Kehrichtheizkraftwerke Hagenholz und Josefstrasse gewonnen, informiert das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt Zürich in einer Mitteilung. Um die klimaschonende Fernwärmeversorgung von Zürich-West auch nach der geplanten Stilllegung des Werks Josefstrasse zu gewährleisten, will die Stadt ihr Netz um eine 6 Kilometer lange Verbindungsleitung zwischen dem Werk Hagenholz und der auf dem Gelände des Werks Josefstrasse entstehenden neuen Energiezentrale erweitern.

Entlang der geplanten Verbindungsleitung könnten „in den Quartieren Wipkingen, Oberstrass, Unterstrass, Gewerbeschule (Sihlquai) und Aussersihl weitere Gebäude an die Fernwärme angeschlossen werden“, wird in der Mitteilung zudem erläutert. „Die Verbindungsleitung ist quasi die Nabelschnur, über die die Fernwärme künftig vom Hagenholz zur Josefstrasse geleitet wird“, wird Stadtrat Richard Wolff dort zitiert. „Mit dieser Gebietserweiterung können wir den Anteil am städtischen Wärmebedarf, der mit Fernwärme abgedeckt wird, in den nächsten Jahren von heute 15 auf 25 Prozent steigern.“

Am vergangenen Freitag wurde die für den Bau benötigte 100 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine am Zugangsschaft an der Milchbuckstrasse getauft. Die Bauarbeiten für die Verbindungsleitung sollen Ende 2021 abgeschlossen sein. Für das Projekt hatte die Stadtzürcher Stimmbevölkerung Mittel in Höhe von 235 Millionen Franken bewilligt. hs

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