Zollverwaltung prüft Gesichtsmasken

07. Oktober 2020 14:31

Bern - Die Eidgenössische Zollverwaltung und Swissmedic haben sich an einer von der Weltzollorganisation koordinierten Aktion zur Bekämpfung des Handels mit gefälschter und ungenügender medizinischer Schutzkleidung beteiligt. In der Schweiz wurden dabei 130 Tonnen medizinische Gesichtsmasken geprüft. Ein Drittel der Sendungen wies Mängel auf.

Vom 11. Mai bis zum 12. Juli hatte die Weltzollorganisation eine weltweite Aktion zur Bekämpfung des Handels mit illegalen und ungenügenden medizinischen Produkten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie durchgeführt. Für die Schweiz hatten sich die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) und das Schweizerische Heilmittelinstitut (Swissmedic) an der von 99 Ländern unterstützten Operation Stop beteiligt, informieren EZV und Swissmedic in einer gemeinsamen Mitteilung. Ihr zufolge wurde der Schwerpunkt der Operation hierzulande auf die Überprüfung medizinischer Gesichtsmasken gelegt.

Konkret hatten Zoll und Swissmedic gemeinsam 29 Sendungen mit insgesamt mehr als 34,2 Millionen Masken überprüft, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Dabei hatten sich die Prüfungen auf für Gesundheitseinrichtungen bestimmte Sendungen und Sendungen ab einer Grösse von 1 Million Masken konzentriert. Die Ergebnisse hätten gezeigt, „dass sich grössere Mengen an nicht konformen medizinischen Gesichtsmasken auf dem Schweizer Markt befanden“, heisst es in der Mitteilung. Zehn der 29 Sendungen hätten „nachweisbar nicht konforme medizinische Gesichtsmasken“ enthalten.

Unter den festgestellten Mängeln zählen Swissmedic und EZV unter anderem fehlenden zwingende Angaben auf der Verpackung und fehlerhafte oder fehlende Nachweise über die Normerfüllung der Gesichtsmasken auf. In fünf Fällen habe Swissmedic ein Verwaltungsverfahren eröffnet, heisst es in der Mitteilung. In einem Fall sei dabei ein Verbot verhängt worden, die inkriminierten Masken für eine medizinische Verwendung in Verkehr zu bringen. hs

Aktuelles im Firmenwiki