ZHK begrüsst Haltung der Regierung

23. Oktober 2020 14:12

Zürich - Der Zürcher Regierungsrat will die bisherigen Massnahmen gegen die Corona-Pandemie konsequent umsetzen. Von einer Verschärfung sieht er ab. Die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst die Zurückhaltung. Die Testmöglichkeiten und das Contact-Tracing müssten aber verbessert werden.

Der Zürcher Regierungsrat will die eigenen Massnahmen und die des Bundes zur Eindämmung der Pandemie konsequent umsetzen. Dabei wolle der Kanton verhältnismässig handeln, schreibt er in einer Mitteilung. So sollten Betriebe und Veranstaltungen, die kein geeignetes Schutzkonzept hätten oder dieses nicht umsetzten, geschlossen oder verboten werden können. Das gelte namentlich für Grossveranstaltungen. Dagegen verzichtet der Kanton auf neue Massnahmen.

Die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst diese Zurückhaltung. Das besonnene Handeln des Regierungsrates mache Sinn, „insbesondere, dass er Mini-Lockdowns als nicht zielführend beurteilt“, schreibt sie in einer Mitteilung. Der Kanton solle auf medizinisch sinnvolle und volkswirtschaftlich möglichst wenig schädliche Massnahmen setzen. Schon heute seien die negativen Auswirkungen der Krise sichtbar, namentlich in der exportierenden Industrie, in der Kommunikation, der Gastronomie und der Hotellerie sowie in der Veranstaltungsbranche.  

Die ZHK fordert aber die Ausweitung der Testkapazitäten und des Contact-Tracings. Es brauche jeweils rasche Klarheit, wer wirklich infiziert sei, so die ZHK. Zudem seien die Quarantäneregeln problematisch. stk

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