Zahl offener Stellen nimmt stark ab

26. Februar 2021 13:06

Bern - Die Zahl der offenen Stellen ging im vierten Quartal 2020 in der gesamten Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als 16 Prozent zurück. Die Beschäftigung ist in diesem Zeitraum zum dritten Mal in Folge gesunken. Überdurchschnittlich stark betroffen ist das Gastgewerbe.

Im vierten Quartal 2020 ist die Gesamtbeschäftigung im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Prozent gefallen. Dies ist das dritte Quartal in Folge, in der die Beschäftigung in der Schweiz gesunken ist. Dabei sind Frauen (-0,6 Prozent) stärker betroffen als Männer (-0,3 Prozent). Darüber informiert das Bundesamt für Statistik in einer Medienmitteilung

Demnach fiel der Rückgang der offenen Stellen mit einem Minus von 16,1 Prozent deutlich aus. Im sekundären Sektor ging deren Zahl um 15,3 Prozent, im tertiären Sektor um 16,4 Prozent zurück.

Im sekundären Sektor war die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe (-1,2 Prozent) ebenso rückläufig wie im Baugewerbe (-1,6 Prozent). Im tertiären Sektor ist nach wie vor das Gastgewerbe mit einem Rückgang um 15,2 Prozent überdurchschnittlich von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Auch das Temporärgewerbe leidet stark darunter (-7,8 Prozent). Ein Wachstum verzeichnen hingegen das Gesundheits- und Sozialwesen (+2,8 Prozent) und der Detailhandel (+2,3 Prozent).

Die Beschäftigung nahm in fast allen Grossregionen ab, am stärksten im Tessin (-4,4 Prozent). Allein in der Ostschweiz legte sie zu (+0,8 Prozent). Im sekundären Sektor verzeichnete nur die Genferseeregion einen Zuwachs der Beschäftigten, und zwar von 1,5 Prozent. Im tertiären Sektor vermeldeten die Region Espace Mittelland (+0,6 Prozent) und die Ostschweiz (+1,7 Prozent) einen Anstieg der Beschäftigung.

Der Indikator für die Beschäftigungsaussichten ist gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent gesunken. Einen Tiefpunkt erreicht er im Gastgewerbe (-10,9 Prozent). mm

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