Wirtschaft und Wissenschaft bündeln Kräfte für Wasserkraft

03. September 2021 12:25

Sitten - Alpiq, HYDRO Exploitation, Forces Motrices Valaisannes und die Hochschule für Ingenieurwissenschaften der Fachhochschule Westschweiz spannen für die Entwicklung moderner Wasserkraft zusammen. Sie gründen dafür das Hydro Alps Lab. Hier soll anwendungsorientiert geforscht werden.

Alpiq, HYDRO Exploitation, Forces Motrices Valaisannes und die Hochschule für Ingenieurswissenschaften der Fachhochschule Westschweiz (HES-SO Valais-Wallis) wollen gemeinsam industrielle Kompetenzen für nachhaltige und moderne Energieproduktion aus Wasserkraft aufbauen. Dazu richten die Partner das Hydro Alps Lab für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung ein, informiert die HES-SO Valais-Wallis in einer Mitteilung. Ein entsprechender Fünfjahresvertrag ist bereits unterzeichnet worden.

In einer ersten Phase werde sich das Hydro Alps Lab auf Forschungsprojekte im Bereich Überwachung und Verbesserung von alpinen Hochdruck- und Laufwasserkraftwerken konzentrieren, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die Ergebnisse der Forschungen im Labor sollen zudem in die Ausbildung der angehenden Ingenieure einfliessen. „Die Studierenden werden sich mit den praktischen Problemen der Industriepartner auseinandersetzen und sich dabei die Ergebnisse der Forschungsprojekte des Labs zu Nutze machen“, wird François Seppey in der Mitteilung zitiert. Dies werde die Arbeitsmarktchancen der Studierenden erhöhen und stelle der Industrie gleichzeitig „die für ihre Weiterentwicklung benötigten qualifizierten Arbeitskräfte“ bereit, so der Direktor der HES-SO Valais-Wallis.

Das Hydro Alps Lab wird von einem Dozenten der Fachhochschule Westschweiz geleitet werden. In den Betrieb des Labors wollen die Partner insgesamt 2 Millionen Franken zu gleichen Teilen investieren. Ein Ausschuss mit Mitgliedern der Partnerorganisationen entscheidet über die Auswahl der Projekte. Für ihre Durchführung sollen zusätzlich zu den Eigenmitteln Drittmittel aus nationalen und europäischen Forschungsprogrammen eingeworben werden. hs

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