Wirtschaft legt Pandiemieplan vor

15. Februar 2021 11:47

Zürich - Wirtschaftsdachverbände, Handelskammern, Branchenverbände und Unternehmen haben am Montag einen gemeinsamen Vier-Phasen-Plan zur Pandemiebekämpfung veröffentlicht. Sie fordern vom Bundesrat einen Impfpass und einen Paradigmenwechsel hin zu mehr Eigenverantwortung.

Verschiedene Verbände aus der Wirtschaft fordern zusammen mit Handelskammern und Unternehmen einen Paradigmenwechsel beim Umgang mit der Corona-Pandemie. Anstatt sie „mit harten und teilweise willkürlichen Verboten zu bekämpfen“, solle der Bundesrat „seine Entscheide künftig prinzipienbasiert und abhängig von der Durchimpfung der Bevölkerung fällen“, heisst es in einer gleichlautenden Medienmitteilung von economiesuisse, dem Schweizerischen Arbeitgeberverband und der Zürcher Handelskammer

Dafür schlagen die genannten Verfasser einen Vier-Phasen-Plan vor. Phase 1 sieht Lockerungen ab 1. März vor. Ab dann unterliegen Tätigkeiten im Freien keinen Beschränkungen mehr. Auch die Gastronomie darf ihre Aussenbereiche wieder bewirtschaften. Der Einzelhandel wird wieder geöffnet und die Home-Office-Pflicht in eine Empfehlung umgewandelt.

In Phase 2 sind die Risikogruppen bereits geimpft. Ab dann solle wieder stärker auf Selbstverantwortung gesetzt werden. Schliesslich seien der Bevölkerung die negativen Folgen einer COVID-Erkrankung bekannt. Restaurants, Kinos und Wellness-Einrichtungen öffnen wieder. Der Präsenzunterricht an Hochschulen wird wieder aufgenommen.

In Phase 3 sind Impfstoffe für alle verfügbar. Dann dürfe der Staat geimpften Menschen keine Einschränkungen ihrer wirtschaftlichen und persönlichen Freiheiten mehr auferlegen. Grossanlässe wie Messen, Sportveranstaltungen und Konzerte sind wieder zugelassen.

In Phase 4 herrscht Herdenimmunität. Sobald 60 bis 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, müssten alle verbliebenen Restriktionen aufgehoben werden. Unternehmen haben keine Schutzkonzepte mehr umzusetzen und niemand muss mehr Maske tragen.

Insgesamt müsse der Bund sein Krisenmanagement verbessern, auch mithilfe von Militär und Zivilschutz, heisst es in dem Forderungskatalog weiter. Zudem solle ein Impfausweis mehr persönliche Freiheiten gestatten. Er müsse international anerkannt, digital und fälschungssicher sein. mm

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