Wirtschaft im Euroraum verliert an Schwung

04. November 2019 14:40

München - Den Erhebungen des ifo Instituts zufolge hat sich das Wirtschaftsklima im Euroraum im vierten Quartal weiter verschlechtert. Experten schätzen die Lage bereits das siebte Quartal in Folge pessimistischer ein. Auch die Aussichten deuten auf eine fortgesetzte Schwächung der Dynamik hin.

Das an der Universität München angesiedelte ifo Institut befragt vierteljährlich Experten aus einer ganzen Reihe von Ländern zur Konjunktur und Wirtschaftsentwicklung in ihrer Region. An der jüngsten Erhebung für den Euroraum waren dabei 426 Experten beteiligt, schreibt das ifo Institut in einer Mitteilung.

Den dort veröffentlichten wichtigsten Eckdaten der Erhebung zufolge hat sich das Wirtschaftsklima im Euroraum im vierten Quartal weiter verschlechtert. Die befragten Experten schätzten die aktuelle Lage dabei bereits zum siebten Mal im Folge pessimistischer ein als im Vorquartal. Auch die Erwartungen an die Zukunft fielen schlechter aus. Nach Ansicht der Analysten am ifo setzt sich die Abkühlung im Euroraum somit fort.

Eine Verschlechterung von Lage und Aussichten wurde insbesondere hinsichtlich der Wirtschaft in Deutschland, Spanien, Österreich und Finnland beobachtet. In Italien seien die Befragten hingegen „ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau“ optimistischer gewesen als noch im Vorquartal, schreiben die Analysten. Für Frankreich und Belgien haben sie keine einschneidenden Veränderungen registriert.

Auch die Exportaussichten haben sich den Erhebungen zufolge deutlich eingetrübt. Als problematisch hätten die Experten hier insbesondere eine fehlende Nachfrage und Handelsbarrieren gesehen, heisst es in der Mitteilung. Die Analysten passten zudem ihre Inflationserwartungen von bisher 1,5 auf nunmehr 1,3 Prozent im laufenden Jahr an. hs

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