Wirtschaft fürchtet Energieknappheit

14. September 2022 15:05

Zürich - Ein Drittel der Unternehmen hat bereits jetzt Probleme mit der Beschaffung von Energie. Acht von zehn Firmen rechnen mit weiter steigenden Strompreisen. Nur eine Minderheit ist dagegen gewappnet. Dies geht aus einer Umfrage von economiesuisse hervor.

Lieferengpässe und Fachkräftemangel führen die Liste der Probleme von Unternehmen weiterhin an, informiert economiesuisse in einer Mitteilung zur jüngsten Umfrage des Wirtschaftsverbands. Aktuell rückt darüber hinaus aber eine drohende Mangellage bei Gas und Stom in den Fokus. Den Erhebungen von economiesuisse zufolge hat bereits jetzt ein Drittel der Unternehmen Probleme bei der Beschaffung von Energie. 

Für die nahe Zukunft gehen acht von zehn der befragten Firmen von weiter steigenden Strompreisen aus. Zwei Drittel rechnen sogar mit Rationierungen von Gas und Strom. Ein Drittel der Unternehmen müsste bei einer verminderten Strom- und Gaszufuhr den Betrieb einschränken oder einstellen. Ausfälle und Unterbrüche in der Stromversorgung werden als die Gefahren mit den potenziell gravierendsten Auswirkungen gesehen. 

Mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen sind trotzdem nicht auf eine Mangellage bei Strom oder Gas vorbereitet. Dies liege jedoch „nicht am fehlenden Willen, sondern an der schwierigen Ausgangslage“, schreibt economiesuisse. Zwar versuchten drei von fünf Unternehmen, ihre betrieblichen Abläufe energieeffizienter und flexibler zu gestalten. Die damit verbundenen Investitionen seien aber „eine langfristige Angelegenheit“, so der Wirtschaftsverband. 

Für die Umfrage hat economiesuisse die Rückmeldungen von 295 Organisationen ausgewertet. Da die Antworten nicht gewichtet wurden, erheben die Ergebnisse keinen Anspruch auf Repräsentativität, erläutert der Verband. hs

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