WIR Bank setzt für Devisenhandel auf Amnis

25. Mai 2020 10:13

Zürich - Die genossenschaftlich organisierte WIR Bank bietet Schweizer KMU neu eine Plattform für Währungsgeschäfte und internationale Zahlungen an. Dabei setzt sie auf die Amnis Treasury Service AG. Das Zürcher Fintech hat im April frisches Kapital für die internationale Expansion aufgenommen.

Schweizer KMU sollen künftig professionell und unkompliziert Devisengeschäfte abwickeln können, in Echtzeit oder auf Termin. Die WIR Bank Genossenschaft lanciert dafür laut einer Mitteilung die Plattform FX Trading. Die Devisenmarge der Bank ist dabei unabhängig von der Höhe der Transaktionen. „Bereits bei kleinen Transaktionen handeln unsere Kundinnen und Kunden zu Kursen, wie sie bei anderen Anbietern erst bei Transaktionen ab 250 000 Franken zur Anwendung kommen“, wird Matthias Pfeifer, Leiter Privat- und Firmenkunden bei der WIR Bank, in der Mitteilung zitiert. Die Kunden können zudem bei Termingeschäften Teilbezüge vornehmen oder die Valuta nachträglich anpassen.

Die WIR Bank arbeitet dafür mit der Amnis Treasury Services AG zusammen. Das 2014 gegründete Zürcher Fintech-Unternehmen bietet KMU digitale Lösungen für Währungsgeschäfte an. 2019 wickelten mehr als 400 Kunden über Amnis Währungsgeschäfte in Höhe von 488 Millionen Franken an, 115 Prozent mehr als im Vorjahr.

Amnis will nun auch international expandieren. Im Fokus stehen laut einer Mitteilung von Mitte April die Nachbarn Deutschland, Österreich und Italien. Dafür hat Amnis erfolgreich eine Finanzierungsrunde mit dem Spicehouse Swiss Venture Fund mit Sitz in Zug als Lead-Investor durchgeführt. „Unser Ziel ist es, mit unserer Lösung möglichst schnell in weiteren Kernmärkten Fuss zu fassen“, wird  Michael Wüst, Mitgründer und CEO von Amnis, in der Mitteilung zitiert. stk

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