Windräder werden kreislauffähig

20. Januar 2020 12:08

Aarhus - Vestas will bis 2040 Windturbinen ganz ohne Abfall herstellen. Bisher können die Flügel der Windräder nur knapp zur Hälfte wiederverwertet werden. Der grösste Teil der verwendeten Kunststoffe und Glasfaser wird als Abfall behandelt. 

Wind ist zur wichtigsten erneuerbaren Energiequelle geworden. Doch die Windräder selbst sind noch nicht nachhaltig. Ihre Flügel bestehen aus Verbundstoffen, die bisher kaum wiederverwertet werden können. Vestas will das ändern. Wie der grösste Windturbinenhersteller mitteilt, will er bis 2040 seine Windturbinen vollständig wiederverwertbar machen. 

Heute würden zwar 85 Prozent des gesamten Materials der Windturbinen wiederverwertet, aber nur 44 Prozent der Flügel, heisst es in einer Medienmitteilung des Unternehmens aus dem dänischen Aarhus. Dieser Anteil soll schrittweise auf 50 Prozent 2025 und 55 Prozent 2030 erhöht werden.

Vestas will dieses Ziel mit verschiedenen Initiativen erreichen. So sollen neue Technologien zur Rückgewinnung der Glasfaser- und der Kunststoffanteile aus den Verbundwerkstoffen entwickelt werden. Zudem sollen neue Verfahren zum Abbau der Windturbinen entwickelt werden, bei denen weniger Abfall anfällt. 

„Als der weltweit grösste Lieferant von Windturbinen steht Vestas in der Verantwortung, den Abfall entlang der Wertschöpfungskette zu verringern“, wird Tommy Rahbek Nielsen, der amtierende operative Chef des Unternehmens, in der Mitteilung zitiert. stk

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