WDA-Seminar untersucht Folgen des demografischen Wandels

23. Juli 2020 14:25

St.Gallen/Berlin - Der demografische Wandel und die zunehmende Langlebigkeit fordert Entscheidungsträger in der Politik und der Wirtschaft heraus. Das World Demographic & Ageing Forum (WDA) mit Sitz in St.Gallen bringt dazu führende Experten zu einem Seminar zusammen.

Die Zusammensetzung der Bevölkerung in der Schweiz und Europa verändert sich rasant. Die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit gehen in den nächsten Jahren in die Pension. Die Digitalisierung verändert gleichzeitig die Arbeitswelt. 

Das World Demographic & Ageing Forum (WDA) mit Sitz in St.Gallen untersucht die Folgen des demografischen Wandels in seinem bisher dritten WDA Workshop. Dazu bringt es Experten aus einer Reihe von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und Katar zusammen. Dazu gehören etwa Peter Eibich, Experte für Erwerbsbiografien des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock, die Familienexpertin Inga Lass vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden, der Nachhaltigkeitsexperte Erich Striessnig vom Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse in Laxenburg und der Digitalisierungsexperte Ingmar Weber von der Hamad bin Khalifa-Universität Katar.

Das Seminar findet am 21. und 22. September in Berlin statt. Der erste Tag wird mit einem Empfang des Schweizer Botschafters Paul Seger abgeschlossen. Anmeldungen sind über info(at)wdaforum(dot)org oder Telefon +41 71 222 79 79 möglich.

Das WDA hat in diesem Jahr ein eigenes Positionspapier zum Thema „Altern verstehen, Langlebigkeit gestalten“ vorgelegt. Die Autoren sehen in der seit Mitte des 19. Jahrhunderts stetig steigenden Lebenserwartung eine Erfolgsgeschichte. Sie zwingt aber auch dazu, die Lebensmodelle zu hinterfragen und die Lebensphase nach der Pensionierung sinnstiftend zu gestalten. Nicht zuletzt gehe es auch darum, wie dieser Wandel finanziert werden könne. „In der Veränderung von einem kurzfristigen zu einem langfristigen Planungshorizont liegt enorm grosses Potenzial für die Gestaltung eines längeren Lebens“, folgern WDA-Präsident Hans Groth, die WDA-Forscherin Nicole Rufer und Roland Rau vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in dem Papier.

Das WDA wurde 2002 gegründet und versteht sich als Denkfabrik zum Thema Demografie. Es arbeitet dabei unter anderem mit dem Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St.Gallen, der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston, der Universität Stanford und der Universität Fudan in Schanghai zusammen. stk

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