VP Bank steigert Geschäftsertrag

18. August 2020 11:34

Vaduz - Die VP Bank hat ihren Geschäftsertrag im ersten Halbjahr 2020 um 2,5 Prozent auf 166,8 Millionen Franken steigern können. Zudem konnte die Vaduzer Bankengruppe einen Netto-Neugeldzufluss von 1 Milliarde Franken verbuchen. Die verwalteten Vermögen insgesamt waren hingegen rückläufig.

Einer Mitteilung der VP Bank Gruppe zufolge beliefen sich die von der Vaduzer Bankengruppe verwalteten Vermögen zum Stichtag am 30. Juni 2020 auf 45,6 Milliarden Franken. Gegenüber dem Jahresende 2019 entspricht dies einem Rückgang um 4,2 Prozent. Dabei hatte ein Netto-Neugeldzufluss von insgesamt 1,0 Milliarden Franken ein laut Mitteilung „durch die negative Marktperformance aufgrund der Coronakrise“ verursachtes Minus von 2,9 Milliarden Franken nur teilweise ausgleichen können.

Als Geschäftsertrag wies die VP Bank Gruppe im Berichtssemester 166,8 Millionen Franken aus, das sind 4,1 Millionen mehr, als im ersten Halbjahr 2019 erwirtschaftet worden waren. Zur positiven Entwicklung hatten vor allem das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie das Handelsgeschäft beigetragen, informiert die Bankengruppe. Aber auch im Zinsgeschäft konnte „trotz der andauernden Tiefzinsphase“ Wachstum verbucht werden.

Der Konzerngewinn fiel im Jahresvergleich von 35,3 Millionen auf 14,4 Millionen Franken zurück. Hintergrund ist eine von der VP Bank im März kommunizierte pandemiebedingte Wertberichtigung im Umfang von 20 Millionen Franken auf einer Einzelposition. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis konnte im Jahresvergleich jedoch von 68,6 Prozent auf 66,1 Prozent verbessert werden.

„In einem ausserordentlichen Marktumfeld haben wir effizient gearbeitet und gute operative Resultate erzielt“, wird Paul H. Arni, CEO der VP Bank Gruppe, in der Mitteilung zitiert. „Die einmalige Wertberichtigung ist sehr unerfreulich, aber wir vermochten rasch und effektiv auf die herausfordernde Situation zu reagieren und haben wichtige Vorbereitungsarbeiten für unseren neuen Strategiezyklus erfolgreich lanciert.“ Als einer der „Eckpfeiler“ der Strategie 2025/26 wird in der Mitteilung die Digitalisierung genannt. Hier habe die VP Bank im Berichtshalbjahr „die Entwicklung einer zukunftsorientierten IT-Infrastruktur begonnen“. hs

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